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Das Gewerbe unter Druck

Im Kanton Zürich gibt es über 102 000 KMU-Betriebe. Diese beschäftigen ¾ aller erwerbstätigen Personen. Bei den knapp 400 Grossbetrieben sind ¼ angestellt. Alle zusammen erwirtschaften 22 % des BIP. Der Kanton Zürich ist der Wirtschaftsmotor der Schweiz.

Es kommt mir wie mitten in einem Wald vor. Man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Und so geht es auch einem Unternehmer.

 

Verbürokratisierung der Unternehmen

Die Gewerbebetriebe werden durch einen Dschungel von staatlichen Vorschriften, von Reglementen, Normen und Verboten geplagt und benachteiligt. Die zunehmende Flut von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften oder komplizierte Abrechnungsverfahren im Steuerbereich gefährden die Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Auflagen von Raumplanung, im Bauwesen, in der Betriebsführung, bei den Sozialleistungen und bei der Entsorgung werden immer strenger. Dabei bläht sich der Staatsapparat nur auf, und es fallen bei den Betrieben zusätzliche Regulierungskosten an. Gerade die KMU-Betriebe können sich keine weiteren administrativen Aufgaben leisten und müssen entlastet werden. Gerne zeige ich Ihnen den Aufwand von Kontrollen der Gewerkschaften, der Polizei, der Steuerbehörden und weiteren Organisationen in meiner Unternehmung. Unnötige Auflagen der SUVA oder von kantonalen Amtsstellen, die Betriebe nötigen, weil sie Lernende ausbilden, können eindrücklich verbildlicht werden. Beispiele von statistischen Ämtern, für die wir gratis arbeiten dürfen, demonstriere ich Ihnen gerne. Mit dem «Rahmenvertrag» wird es noch viel schlimmer werden, so dass einige Arbeitsplätze ins Ausland exportiert werden, inklusive den Lehrstellen.

Weniger ist mehr! Weniger Bürokratie schafft mehr Arbeitsplätze.

 

Staukosten

In meinen Betrieb sind täglich durchschnittlich 12 Personen unterwegs. Diese stehen am Morgen 15 Minuten im Stau, am Abend ebenfalls. Das sind 6 Ausfallstunden pro Tag, 30 in der Woche, 120 Stunden im Monat und sage und schreibe 1440 Stunden im Jahr. Rechnet man einen Stundenansatz von 100 Franken, ergibt es einen Ertragsausfall von 144 000 Franken. Das Geld fehlt für Innovationen, für Investitionen und für Lohnerhöhungen. Meine Forderung: Die Aufgaben für den Strassenverkehr müssen jetzt gelöst werden. Alle Projekte müssen dringend umgesetzt werden. Eine Nettozuwanderung von 50 000 Leuten jährlich lässt mich für die Zukunft nichts Gutes erahnen. In 10 Jahren haben wir eine halbe Million Menschen mehr in unserem Land und auch in unserem Kanton. Der Zuwachs ist mehr, als die grösste Stadt Zürich Einwohner hat. Mit ein Grund dafür ist die Nichtumsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Das Gewerbe und auch die Grossbetriebe sind auf eine leistungsfähige Infrastruktur dringend angewiesen.

Jeder Beamte, jede Staatsstelle sieht nur ihren «Baum». Das Ganze, den Wald überblicken, können und wollen diese gut bezahlten Bürokraten nicht. Warum auch, der Rubel rollt ja jeden Monat pünktlich. Egal, ob sie ihre Leistungen erbracht haben oder nicht. Jede Minute wird ihnen fürstlich vergütet. Angebliche Überzeit wird abgegolten.

Und so wie der Wald für ein gutes Klima sorgt, sind weniger Bürokratie, Auflagen und flüssiger Verkehr äusserst wichtig für die Unternehmungen. Das generiert Wohlstand, Arbeits- und Ausbildungsplätze auch im Kanton Zürich.

 

Paul Mayer, Kantonsrat und Metallbauunternehmer
Nationalratskandidat

 

 

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