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Der Rücktritt von Regine Aeppli ist überfällig

Skandalöser Weise sind an der Sitzung weder die vorverurteilende Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) noch die vorverurteilende Nationalrätin Kathy Riklin (CVP) in den Ausstand getreten. Vielmehr hat Aeppli die Sitzung sogar präsidiert, um sich selber und der Universität den gewünschten Persilschein auszustellen. Die öffentliche Falschinformation in der SF-Sendung „Rundschau“ durch Aeppli, in welcher sie die erst beginnende Bewährungsfrist für Mörgeli als abgelaufen erklärte, bildete darum offensichtlich auch keinen Kritikpunkt.

Der Universitätsrat behauptet, es lägen keine Anhaltspunkte für politische Hintergründe der Kündigung von Prof. Mörgeli vor. Dies ist angesichts der bestehenden Aktenlage eine geradezu lächerlich falsche Aussage, hat doch Mörgelis Vorgesetzter, der linksgerichtete Sozialhistoriker Flurin Condrau, seinen Museumsleiter vielfach mündlich und schriftlich wegen dessen öffentlicher politischer Äusserungen – etwa in der Fernsehsendung „Schawinski“ – und wegen Faxe mit politischem Inhalt im Institutsdrucker kritisiert und auch im Akademischen Bericht 2011 wiederholt die Isolierung von Institut und Museum „aus politischen Gründen“ beklagt. Zudem hat der Sekretär des Universitätsrates, der ehemalige SP-Kantonsrat Sebastian Brändli, gegenüber Prof. Christoph Mörgeli bereits früher betont, dass sich Mörgeli seiner Meinung nach mit seinen politischen Ansichten ausserhalb dessen bewege, was eine Universität zulassen könne. Dass Mitglieder des Universitätsrates wie die notorischen SVP-Kritiker Kathy Riklin oder Christoph Wehrli, Asyl- und Ausländerspezialist bei der NZZ, oder auch die deutsche Staatsangehörige Barbara Basting, Kulturredaktorin beim Staatssender DRS 2, unpolitisch entscheiden sollen, ist eine geradezu lachhafte Vorstellung.

Der Universitätsrat spricht von „Verletzung der Loyalitätspflicht“ durch Prof. Mörgeli, ohne diese Unterstellung näher zu begründen. Dass aber universitätsinterne Gegner Mörgelis zuerst interne, persönlichkeitsgeschützte Informationen über Mörgeli an den „Tages-Anzeiger“ weitergaben, wurde geflissentlich übersehen. Denn es waren Mörgelis Vorgesetzten selber, die zuerst in schwerster Weise ihre Loyalitätspflicht verletzten, bevor sich Mörgeli öffentlich gegen die perfiden Unterstellungen zur Wehr setzen musste.
Wenn der Universitätsrat von „ungenügenden Leistungen“ spricht, ohne Prof. Mörgeli das rechtliche Gehör anzubieten, stellt sich die Frage, welche vertraulichen, persönlichkeitsverletzenden Dokumente über Prof. Mörgeli die Universitätsleitung dem Universitätsrat vorgelegt hat. 

Die skandalösen, politisch gesteuerten Zustände in einzelnen Universitätsinstituten, in der Universitätsleitung, in der Universitätsaufsicht und in der Bildungsdirektion sind jetzt endlich zu untersuchen und zu beheben. Die SVP fordert:

  • den Rücktritt der im Fall Mörgeli mitintrigierenden Regierungsrätin Regine Aeppli;
  • den Ausstand der vorverurteilenden National- und Universitätsrätin Kathy Riklin im Fall Mörgeli;
  • die rasche Fortsetzung und Vollendung der von Rektor Andreas Fischer am 21.9.2012 versprochenen Untersuchung betreffend Indiskretionen und Qualifikationsverfahren im Fall Prof. Mörgeli, wobei diese durch ein externes, nicht durch ein universitätsinternes Gremium erfolgen soll;
  • die rasche Fortsetzung und Vollendung der Untersuchung der auch strafrechtlich relevanten Indiskretionen innerhalb der Universität Zürich durch die Staatsanwaltschaft.

Medienmitteilung der SVP des Kantons Zürich
An einer ausserordentlichen Sitzung hat sich offensichtlich der Zürcher Universitätsrat mit der Entlassung von Prof. Dr. Christoph Mörgeli befasst. Die bürgerlichen Vertreter der Wirtschaft im Universitätsrat dürften sich für den kurzfristig anberaumten Termin schwerlich freigemacht haben können. Der angemahnte Verbesserungsbedarf der Führungsstruktur der Universität ist ein vertuschendes, verniedlichendes Nebengeleise angesichts der tatsächlich herrschenden, linkspolitisch motivierten Mobbing-Bereitschaft innerhalb von Universität und Bildungsdirektion. Kurz: Der unzumutbare Umgang mit Prof. Mörgeli zeigt exemplarisch, dass die Lehr- und Forschungsfreiheit heute an der Universität Zürich nicht mehr gewährleistet ist.

Ein Kommentar zu “Der Rücktritt von Regine Aeppli ist überfällig”
  1. sunneschie sagt:

    Frau Regine Aeppli als Bildungsdirektorin? ich bin kein Fan von Prof. Mörgeli aber ich finds beschämend wie ausgerechnet Frau Regine Aeppli sich benimmt. Sie sollte ihre Energie mehr in der ihr zustehender Arbeit investieren, ein solches verhalten zeigt eindeutig, da ist die falsche Person mit der falschen Stelle besetzt. Also Frau Aeppli stehen sie zu ihrem Fehler und treten sie zurück, überlassen sie den Posten einer geeigneteren, neutralen Person.

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