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Ein Gesamtverkehrsprojekt für Stadt und Kanton Zürich

Zur Abstimmung über den Rosengartentunnel

Am 9. Februar 2020 befinden die Stimmberechtigten des Kantons Zürich über eines der wichtigsten Verkehrsprojekte der jüngeren Geschichte. Für 1.1 Milliarden Franken soll der Verkehr an der stark belasteten Rosengarten Achse mit einem 2,3 Kilometer langen Tunnel und zwei neuen Tramlinien grundlegend neu organisiert werden. Dieses Vorhaben ist von grosser Bedeutung für die Stadt aber auch den ganzen Kanton.

Das Rosengartenquartier wird heute durch die in den siebziger Jahren als Provisorium gedachte vierspurige Strasse zerteilt. Täglich wälzen sich 56’000 Fahrzeuge, gebremst durch Ampeln, mehr schlecht als recht über die Achse, auch die öffentlichen Busse stehen dabei im Stau. Vom ganzen Verkehr sind lediglich 6 Prozent Transitverkehr, welche mutmasslich nach der Fertigstellung der Nordumfahrung wegfallen werden.

 

SVP sagt Ja

Der Kantonsrat hat nach intensiver Kommissionsarbeit und Debatte das Projekt Rosengartentram und Rosengartentunnel am 29. März 2019 mit 102 Ja zu 64 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen deutlich zugestimmt. Dagegen hat der VCS das Referendum ergriffen, weshalb das Vorhaben dem Volk vorgelegt wird. Das ist grundsätzlich gut so. Projekte dieser Grössenordnung sollen vom Volk entschieden werden. Die Delegiertenversammlung der SVP Kanton Zürich hat am 29. Oktober 2019 mit einer Zweidrittel-Mehrheit die Ja Parole zum Vorhaben gefasst.

 

Kombiniertes Projekt

Es ist ein kombiniertes Projekt für den motorisierten Privatverkehr und den öffentlichen Verkehr, es entspricht damit dem von der SVP stets geforderten Nebeneinander der Verkehrsträger. Eine Stadt erfüllt wichtige Zentrumsfunktionen, dies wird immer Verkehr verursachen. Auch für die Bewohner von ländlichen Bezirken ist die Anbindung an die Stadt wichtig. Es gibt viele Gründe weshalb es notwendig sein kann, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Insbesondere sind das Gewerbe, die Handwerker und Dienstleister auf gute Verkehrsinfrastrukturen angewiesen und leisten einen erheblichen Anteil zum volkswirtschaftlichen Erfolg des Kantons.

 

Verbesserung des Verkehrsflusses

Bei der Projektgestaltung war es der SVP daher immer ein Anliegen, dass die Kapazität für den motorisierten Verkehr nicht geschmälert wird. Durch die richtungsgetrennte Verkehrsführung im eigentlichen Rosengartentunnel mit je zwei Spuren, ist eine erhebliche Verbesserung des Verkehrsflusses zu erwarten. Auf Antrag der SVP wird das Tunnelstück zwischen Bucheggplatz und Irchel entgegen der ursprünglichen Planung nicht mit je einer Spur im Gegenverkehr, sondern mit einer dazwischenliegenden Sicherheitsspur, wie im Milchbucktunnel, geführt. Diese Sicherheitsspur ergibt zwar nicht primär eine höhere Kapazität. Sie dient jedoch der Sicherheit, steht bei Unterhaltsarbeiten oder Pannen zur Verfügung ohne, dass der Tunnel gesperrt werden muss. Der Verkehr läuft erwiesenermassen flüssiger, wenn der Gegenverkehr in genügendem Abstand getrennt ist.

Die Tramlinien ihrerseits steigern die Passagierkapazität des öffentlichen Verkehrs von heute 1900, auf über 3500 Passagieren pro Stunde und Richtung, damit wird dem fortschreitenden Bevölkerungswachstum der angeschlossenen Quartiere Rechnung getragen, jeder Reisende im Tram der dazu nicht das Auto oder das Velo benutzt, entlastet auch die Strasse.

Natürlich sind die Kosten von 1100 Millionen enorm hoch, doch auch weitere dringende Entlastungsprojekte sei es in Eglisau, Grüningen oder der Oberlandautobahn sind teuer und benötigen dereinst die Unterstützung der Stimmbürger.

Auch wird derzeit in Schwammendingen die Autobahnüberdeckung als Stadtreparatur für 580 Millionen realisiert, ohne dass dabei auch der geringste Nutzen für den Verkehrsdurchfluss erzielt wird. Die Kosten für das Rosengartenprojekt werden aus dem kantonalen Strassenfonds gedeckt, wobei die Stadt 48 Millionen beiträgt und die erwartete Unterstützung vom Bund zwischen 330-440 Millionen betragen wird, das Vorhaben ist mit netto rund 620 Millionen für den Kanton tragbar.

 

Radikale Gegner

Man kann die hohen Kosten kritisieren, das Tramprojekt bekämpfen wollen oder gegen die Aufwertung der Wohnbauten und die damit mutmasslich verbundenen steigenden Mietzinsen sein, dies spielt einzig den radikalen Gegnern vom VCS und den grün-linken Ökoparteien in die Hand. Diese wollen ihre ideologische Utopie der verkehrsfreien Stadt durchpauken. Am liebsten wären ihnen Stadtmauern, welche, das von spät aufstehenden velofahrenden Veganern im Elternurlaub bewohnte Stadtbiotop von der spiessig arbeitenden Landbevölkerung mit ihren SUV, schützt. Das ist ein Weltbild welches die SVP nicht unterstützen darf!

Wird das Projekt abgelehnt, wird es auf sehr lange Zeit nicht mehr möglich sein irgendein Strassenprojekt in der Stadt zu realisieren. Durch die jüngst durch die links-grüne Mehrheit im Kantonsrat durchgesetzten Änderungen im Strassengesetz, mit welchen unter Anderem der öffentliche Verkehr stets Priorität gegenüber dem motorisierten Verkehr haben soll, ist aber sicher, dass über kurz oder lang die Tramlinien gebaut werden und der Verkehrsfluss des motorisierten Verkehrs vollständig zum Erliegen kommt. Aus diesen Gründen verdient das Vorhaben die Unterstützung der SVP.

 

Christian Lucek, Kantonsrat SVP, Dänikon

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