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Fraktionserklärung der SVP zur Nachfolge am Schauspielhaus

Der Kanton Zürich und zahlreiche zürcherische Gemeinden bezahlen erhebliche Beiträge an Kulturinstitutionen wie das Opernhaus und das Schauspielhaus. Trotz den Turbulenzen und der Misswirtschaft während der vergangenen Jahre – speziell in der Ära Marthaler – halten am Schauspielhaus die Gewerkschafter und die Linken das Zepter weiterhin fest in ihrer Hand. Der heutige künstlerische Direktor musste gegen diesen Einfluss unter den SP-Politikern Elmar Ledergerber und Markus Notter klein beigeben; er wird das Schauspielhaus verlassen, und seine Stelle ist offenbar ausgeschrieben worden.

Angesichts der Schwierigkeiten der letzten Jahre und der stattlichen Aufwendungen an Steuergeld interessieren die Vorgänge rund um die Auswahl des neuen Schauspielhausdirektors auch eine breite Öffentlichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein grosses Interesse daran, dass eine starke Künstlerpersönlichkeit mit Erfahrung in der Theaterleitung diese wichtige Stelle besetzen wird. Dabei interessieren die Kriterien für die Auswahl.

Wie aus verschiedenen interessierten und kompetenten Quellen zu vernehmen ist, geschieht die Auswahl allerdings in einem kleinen Kreis unter stossender, unverständlicher Bevorzugung eines bestimmten Kandidaten, der mit einflussreichen Theater- und Opernleuten befreundet sein soll. Dem Vernehmen nach handelt es sich dabei um den deutschen Schauspieler und gelegentlichen Regisseur Sven-Eric Bechtolf, der über keinerlei Erfahrung in der Führung eines dem Zürcher Schauspielhaus vergleichbaren Theaters verfügt. Da stellt sich die Frage, welchem Filz Herr Bechtolf diese Förderung verdankt.

Die SVP hat heute eine Dringliche Anfrage eingereicht, in dem sie vom Regierungsrat wissen will, ob er es für richtig erachtet, die Führung des einst europaweit berühmten Zürcher Schauspielhauses an einen mit einer solchen Aufgabe völlig unerfahrenen Schauspieler zu übertragen. Eine ähnliche Frageliste wird die SVP-Gemeinderatsfraktion nächsten Mittwoch auch dem Zürcher Stadtrat vorlegen. Wir wollen zudem wissen, ob es richtig ist, dass bekannte und bewährte europäische Theaterdirektoren bereit wären, nach Zürich zu kommen, um die Direktion des Schauspielhauses zu übernehmen, aber von den verantwortlichen Leuten weder angehört noch eingeladen werden.

Die SVP verlangt im Interesse der kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger, speziell aber auch der Steuerzahler, dass das Auswahlverfahren in der Leitungsnachfolge dieser hochsubventionierten Kultureinrichtung offengelegt und dass dafür gesorgt wird, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Besonders gefordert wäre hier Stadtpräsident Elmar Ledergerber als Präsident des Verwaltungsrates des Schauspielhauses. Dies gehörte weit mehr zu seinem Pflichtenkreis als die Selbstprofilierung durch das Verfassen von seitengrossen Inseraten zum Zürcher Flughafen in deutschen und schweizerischen Zeitungen, die er sich erst noch von undurchsichtigen „privaten Geldgebern“ bezahlen lässt. Diese Inserate dürften mehr Schaden als Nutzen bringen. Herr Ledergerber ist ja nicht nur Stadtpräsident sondern auch Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG. Sein eigennütziges Vorpreschen in dieser delikaten Angelegenheit, ohne Absprache mit seinem Parteigenossen Leuenberger,  ist Ausdruck der herrschenden Unordnung in der SP, wo die rechte Hand offensichtlich nicht weiss, was die linke tut.

Wir fragen uns, ob Herr Stadtpräsident Ledergerber nicht besser seine Verwaltungsratsmandate zu Gunsten von fähigen Personen abtreten sollte.

Ein grossmannssüchtiger Elefant im Porzellanladen nutzt weder den Institutionen, in welcher Herr Ledergerber sitzt,  noch den Interessen von Stadt und Kanton Zürich.

SVP Kantonsratsfraktion

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