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Keine Verpolitisierung der Universität!

An der medizinischen Fakultät der Uni Zürich kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu – gelinde gesagt – seltsamen Vorgängen. Doch was sich unsere grundsätzlich allseits geschätzte „alma mater“ nun im Zusammenhang mit der Entlassung von Professor Mörgeli geleistet hat, sprengt den Rahmen des Vertretbaren bei weitem und liest sich wie eine Anleitung des klassischen Mobbings. Der Krug geht auch bei der Uni Zürich zum Brunnen, bis er bricht. Jetzt, da das Geschirr endgültig zerschlagen ist, tut Aufklärung not; es braucht dringend eine unabhängige und externe Analyse der Vorgänge um die inszenierte Schmuddelkampagne rund um das medizinhistorische Institut im Speziellen und der medizinischen Fakultät im Allgemeinen.

In seiner ersten öffentlichen Erklärung am Freitagvormittag begründet Rektor Andreas Fischer die Ankündigung der Kündigung und sofortigen Freistellung mit einer angeblich schweren Loyalitätspflichtverletzung seines prominenten Angestellten. Wir fragen Sie: Ja, wer hat denn die Bombe bei den Medien platziert und damit wohl die schwerste Loyalitätspflichtverletzung gegenüber seinem Angestellten begangen? Richtig, es ist die Uni Zürich. Wer hat mit Indiskretionen die Zündschnur gelegt? Richtig, es ist die Uni Zürich. Wie würden Sie reagieren, wenn Sie via Sonntagspresse und nicht durch die Arbeitgeberin erfahren, dass Ihnen gekündet wird, wenn Ihnen bewusst wird, dass die Kündigung bereits beschlossene Sache war, bevor überhaupt das Mitarbeitergespräch hätte stattfinden sollen. Was soll man von einem Verfahren an der Uni Zürich halten, bei dem die Kündigung feststeht, bevor die Mitarbeiterbeurteilung des Vorgesetzten geschrieben ist. Richtig, nichts. Aber genau so ist es leider passiert an der Uni. Mit Rechtsstaatlichkeit, Unparteilichkeit, aber auch Führungsverantwortung hat dies nichts mehr zu tun.

Und mitten in diesem Intrigensumpf giessen die SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli und CVP-Nationalrätin Kathy Riklin zusätzlich Oel ins Feuer. Die von Uni und linker Politik messerscharf und kalkuliert inszenierten Brandherde werden entfacht und es kommt zur Explosion. Die glücklicherweise nur allzu durchsichtige Begründung der Uni: Professor Mörgeli ist nicht loyal zu uns und muss gehen!
Dass Frau Riklin als Mitglied und Frau Aepli als Präsidentin des Universitätsrates Stimmung machen, ist bedenklich: Der Universitätsrat ist unmittelbares Aufsichtsorgan über die Uni. Von einem Aufsichtsorgan muss Unabhängigkeit, Neutralität und Sachlichkeit erwartet werden.
So geht das nicht, meine lieben Damen und Herren. Die SVP wird alles daran setzen, dass das Schmierentheater der letzten Tagen und Wochen politisch aufgearbeitet wird. Dazu braucht es wohl zusätzlich zu den Abklärungen der ABG eine unabhängige und externe Untersuchung der Vorfälle. Es muss wieder garantiert werden können, dass die Uni eine freie Schule freier Überzeugungen ist, die sie einst war. Politischer Gesinnungsterror darf nicht geduldet werden. Die bedenklichen Vorgänge müssen personelle Konsequenzen haben, denn es stinkt zur Zeit gewaltig.

Die SVP fordert eine lückenlose Aufarbeitung der Vorgänge an der Universität. Wir werden keine Verpolitisierung der Uni Zürich dulden.
SVP-Fraktionserklärung

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