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Volksschule mit Qualität und Leistung statt "Bildungseuphorie"

Ob diese Neuerungen dereinst den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und den Schulbehörden ein bes-
seres Umfeld bieten, wird sich erst weisen. Sicher ist aber, dass die Staatsausgaben dadurch massiv erhöht wer-
den. Dem Kanton und den Gemeinden bringen diese Reformen einmalige Kosten von über 70 Millionen Franken.
Die jährlich wiederkehrenden Ausgaben für Kanton und Gemeinden ergeben weitere rund 74 Millionen im Jahr.
Ist es nötig, ein bisher funktionierendes Bauwerk (Volksschule) abzureissen und neu aufzubauen, wenn eine Re-
novation genügen würde!
Reformen mit Mass statt Versuchseuphorie
Im neuen Haus des Lernens steht die „Teilautonome Volksschule“ (TaV) als Fundament. Einer Einführung dieser
geleiteten Schulen kann die SVP Bildungskommission zustimmen, sofern das Klassenprinzip beibehalten wird und
keine erheblichen Mehrkosten entstehen. Für die Schulbehörden muss im organisatorischen und administrativen
Bereich eine Entlastung zugunsten einer gesamtheitlichen „Pflege“ der Schulen wieder möglich sein.
Die Einführung einer Grundstufe anstatt des bewährten traditionellen Kindergartens und die Reduktion der Lektio-
nenzahl an der Oberstufe lehnen wir jedoch ab. Diese rein organisatorischen Neuerungen sind keineswegs ein Ga-
rant zur Qualitätsverbesserung an der Volksschule. Auch die sogenannte „Professionalisierung der Schulaufsicht“ –
bietet keine Gewähr, dass die Qualität des Lernens und der Wissensvermittlung gesichert ist. Dies vor allem, wenn
die einzelne Schulgemeinde nur alle 4 Jahre durch die „Profis“ der BIDE kontrolliert wird. Deshalb lehnen wir die-
sen Reformbaustein ab und treten für die Erhaltung und Professionalisierung der Bezirksschulpflegen ein.
Bevor der Englischunterricht auf der Unter- oder Mittelstufe generell eingeführt wird, sind die Erfahrungen mit dem
Schulprojekt 21 sorgfältig auszuwerten.
Bei aller Anerkennung für die Möglichkeiten, welche ein computerunterstützes Lernen eröffnet, ist doch darauf hin-
zuweisen, dass die wahren Kräfte der Innovation nicht in den Maschinen, sondern in den Köpfen und Herzen frei
denkender, schöpferischer, sich harmonisch entfaltender Menschen liegen.
Bei der Neuordnung der Mitsprache der Lehrpersonen sollen die Wünsche und Bedürfnisse der Lehrerinnen und
Lehrer ernst genommen werden. Eine Schule ist nur dann gut, wenn sie von motivierten Lehrpersonen getragen
wird. Aber auch der individuellen Eigenständigkeit soll neben dem Postulat der Teamfähigkeit das nötige Gewicht
geschenkt werden. Viel zu gut kann man seine Verantwortung auf das Teamabschieben. Unsere Kinder brauchen
aber Lehrkräfte, welche ihrer Aufgabe auch ohne Unterstützung gewachsen sind.
Das Kind im Zentrum der Bildungspolitik
Das wichtigste Anliegen der SVP Bildungskommission ist und bleibt eine ausgewogene und leistungsfähige Bil-
dung für alle. Auch soll weiterhin die Eigen- und Selbstverantwortung in allen Bereichen und Stufen (Volksschule,
Gymnasien, Berufslehre und Schulen sowie Hochschulen) der Bildung gefördert werden. Deshalb, keine Reformen
und Versuchseuphorie auf Kosten unserer Kinder und Jugendlichen!
DownloadDownload: Thesen zur Zürcher Volksschulreform

DAS „GESAMTKONZEPT 1999“ FÜR EINE ZÜRCHER VOLKSSCHULREFORM – EIN KOMMENTAR AUS BÜRGERLICH-LIBERALER SICHT 991018Thesen.docStellungnahme der SVP Bildungskommission zum Gesamtkonzept der Zürcher Volksschulreform
Statt auch im Bildungsbereich unseren wichtigsten schweizerischen „Rohstoff“ – qualitativ hochstehen-
de Ausbildung – zu pflegen und auszubauen, stellt Regierungsrat Buschor immer weitere neue Schul-
experimente auf die Beine. In einer Hochglanzbroschüre wurde der Öffentlichkeit vor kurzem das neu-
ste Werk das „Haus des Lernens“ oder die Zürcher Volksschulreform vorgestellt.

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