1. August
Bestimmt freuen Sie sich auch schon auf den 1. August. Wir alle wissen ja, welch wichtige Bedeutung dieser Tag für unser Land hat.

Am 1. August 2026 wird die erste islamische Plattform für Partnervermittlung in der Schweiz ihren Betrieb aufnehmen. Schön, dass die Schweiz diesen Tag gebührend feiert. Bild: SVP Kanton Zürich
Richtig, am 1. August 2026 wird die erste islamische Plattform für Partnervermittlung in der Schweiz ihren Betrieb aufnehmen. Schön, dass die Schweiz diesen Tag gebührend feiert – mit Festwirtschaft, Ansprachen und Feuerwerk. Also zumindest dort, wo Feuerwerk noch nicht verboten ist. Es ist in der Schweiz schon eine Weile her, dass Katholiken und Reformierte sich nicht gemeinsam sehen lassen durften. Der Wille, gemeinsam vorwärtszukommen, hat die Unterschiede längst verblassen lassen. Auch das ist ein wichtiges Thema unseres Feiertages. Nun geht es schrittweise wieder in die andere Richtung. Die Unterschiede werden gepflegt, zelebriert und mit öffentlichen Geldern gefördert.
Die Stadt Zürich, schon immer darum bemüht, alle mit ins Boot zu holen, beginnt ihre diesjährige Augustfeier mit einer «Multireligiösen Feier in Verschiedenheit». Ist das ein vollständiger Satz? Das spielt keine Rolle, eine Bundesfeier ohne Feuerwerk ist auch keine vollständige Bundesfeier, und trotzdem wollen es immer mehr Gemeinden so haben. Weil: Was ich nicht mag, muss der Staat verbieten, und was ich mag, muss mir der Staat gratis anbieten. Unsere freiheitlichen Werte, die auch dieses Jahr landauf und landab in zahlreichen Reden Erwähnung finden werden, stehen immer mehr unter Druck.
In der Stadt Zürich jedenfalls wird die «Feier in Verschiedenheit» mit Menschen aus fünf Religionen begangen. Der Islam dürfte gesetzt sein. Die anderen vier werden vermutlich ausgelost. Vielfalt ist eine wichtige Sache in der Stadt Zürich. Ausser natürlich beim Stadtrat. Dort gilt linksgrüner Einheitsbrei. Davon wird man in der Ansprache des Stadtpräsidenten aber nichts hören.
Und wenn Sie am 1. August zu viele Würste essen, können Sie diese im ersten, demnächst eröffnenden Fitnesscenter für Muslime abtrainieren. Dort schwitzen die Geschlechter getrennt, die Sportbekleidung muss aber trotzdem bis mindestens unters Knie reichen. Dafür gibt es Halal-Häppchen. Ein bärtiger Mann, der sich in diesem Fitnessclub im Frauenbereich aufhalten möchte, dürfte allerdings nicht so viel Verständnis erfahren wie im Marzilibad Bern.
In den 1.-August-Ansprachen werden Sie von den Politikern aller Parteien wie immer hören, wie wichtig die bewährten Werte der Schweiz seien, welche unser Land stark gemacht haben. Ein paar Wochen später werden dieselben Personen dann gegen die Neutralitätsinitiative wettern und die EU-Unterwerfung als Vorteil für die Schweiz darstellen.
Am 1. August wird dieser Widerspruch aber noch weggelächelt. Denn diese Politiker wissen: Volksnähe ist wichtig. Kann man diese vortäuschen, ist die Wiederwahl sicher.