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Anna Rosenwasser und ihre Eier

Im Vorfeld der Abstimmung zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» vom vergangenen Sonntag kämpfte die Gegenseite teilweise mit abstrusen und schlicht unwahren Argumenten.

Rosenwassers Eier in der Bewährungsprobe. Quelle: SVP Kanton Zürich

Zudem tingelte ein linker Bundesrat nicht nur durch das halbe, sondern durch das ganze Land und verbreitete haarsträubende Behauptungen, wie dass das Universitätsspital Basel «bei einem Wegfall der ausländischen Grenzgänger und Pflegekräfte von heute auf morgen schliessen» müsste oder dass «wenn man im Spital klingelt, niemand mehr kommt».

Etwas weniger medienwirksam und abseits der wirklich grossen Bühne diskutierten auch die Nationalrätinnen Tamara Funiciello und Anna Rosenwasser im Rahmen des offiziellen Podcasts der SP Frauen Schweiz «*innenpolitik» über die «Loser-Partei SVP» und ihre «Chaos Initiative».

Man wähnt sich schon fast in einer Selbsthilfegruppe für Latte-Macchiato- Sozialisten – wir bekämpfen den Kapitalismus mit aller Härte, aber bitte nur mit Hafermilch im hippen Szene-Café – oder einer Psychotherapie für anonyme Overthinker: verständnisvolles Nicken, betroffene Blicke und salbungsvoll beipflichtende Worte.

An der Nachhaltigkeits-Initiative stressen «Rosenwassers Eier» besonders, dass mit «so einem vagen Gefühl gearbeitet» werde, wir hätten zu viele Ausländer. Na ja, 27,2 Prozent Ausländeranteil ist ja auch ein Pappenstiel, nicht wahr? Insgeheim gehe es nicht um den Franzosen oder die Deutsche, sondern um Menschen, die «weniger weiss oder weniger christlich» seien. Es störe sie insbesondere, weil «die Initiative so tue, als sei sie vernünftig und fast schon scheu» – aha. In Tat und Wahrheit gehe es aber um Rassismus und darum, «migrantische Leute noch mehr zu entrechten», das breche ihr «f*cking Herz».

Tragischerweise scheinen die beiden Nationalrätinnen nicht gemerkt zu haben, dass wir in einem funktionierenden Rechtsstaat leben und sowohl Bürger als auch der Staat selbst an Recht und Gesetz gebunden sind. Der Grundsatz «vor dem Gesetz sind alle gleich» ist in der Schweiz fest verankert und bildet das Fundament des schweizerischen Rechtsstaates. Der Podcast dauert mehr als 56 Minuten und ist starker Tobak – wie «Sternstunde Philosophie» für Avocado-Toast-Guevaras. Nun ja, die Abstimmung haben wir leider verloren. Aber, um es in Anlehnung an die Worte von Charles de Gaulle zu sagen: «Die Schlacht haben wir verloren, aber nicht den Krieg.» Die «Loser-Partei SVP» wird nun für die 45,2 Prozent der Abstimmenden Politik machen, denen es nicht piepegal ist, wer in unser Land kommt und die bei einem Ausverkauf unserer Traditionen und Werte nicht jubelnd in die Hände klatschen.

Wir werden Anna Rosenwasser und ihren «Genoss*innen» auch künftig gehörig «auf die Eier gehen» – versprochen!

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