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Der Windmessturm in Ossingen steht

In der «Rüteren» auf Ossinger Gemeindegebiet steht seit einigen Tagen ein 125 Meter hoher Mast, um die Windgeschwindigkeiten und weitere Daten zu messen.

Südwestlich von Ossingen steht der 125 Meter hohe Mast, mit welchem umfassende Daten für eine mögliche Nutzung der Windkraft gesammelt werden. Bild: RoMü

Als Folge der geplanten Windkraftanlagen im nördlichen Gebiet des Kantons Zürich haben die EKZ und ewz sowie Stadtwerk Winterthur beschlossen, in Wiesendangen, Rickenbach und Ossingen Windmessmasten aufzustellen. «Teile der drei Zürcher Gemeinden sind als mögliche Standorte für Windenergieanlagen für die Aufnahme in den kantonalen Richtplan vorgesehen», schreibt die aus den Betreibern gebildete Interessengemeinschaft Zürich Wind.

Diverse Messgeräte im Einsatz

In Ossingen steht nun seit einigen Tagen südwestlich vom Dorf an der Andelfingerstrasse in der «Rüteren» einer dieser 125 Meter hohen Messtürme. Dabei kommen verschiedene Sensoren zum Einsatz, welche kontinuierlich die Daten zur Windgeschwindigkeit und -richtung erfassen. Zugleich werden verschiedene Wetterdaten auf 120 und 10 Metern Höhe gesammelt. Um möglichst exakte Daten zu erhalten, finden diese Messungen auf verschiedenen Höhen statt. Die vier Anemometer erfassen dabei die Windgeschwindigkeit und -richtung. Zwei Windfahnen auf der Mastspitze und auf 80 Metern messen die Windrichtung. Für die Erfassung der Ultraschallrufe der Fledermäuse kommt die auf 80 Meter montierte Batbox zum Einsatz. Zudem sorgt eine Signalbeleuchtung auf der Mastspitze dafür, den Mast für den Luftverkehr mit einer Hindernisleuchte zu markieren. Die Daten werden von einem Logger erfasst und gespeichert. Diese Daten werden in regelmässigen Abständen an einen Server weitergeleitet.

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit miteinbeziehen

Diese umfangreiche Datenerfassung soll während mindestens eines Jahres Daten zu den lokalen Windverhältnissen und auch Fledermausaktivitäten liefern. Diese wiederum sollen im Rahmen des weiteren Bewilligungsverfahrens zur Prüfung der Standorteignung für die Windkraft beigezogen werden. «Auf der Basis der gesammelten Windmessdaten und der daraus berechneten Ertragsprognose entscheidet Zürich Wind über das weitere Vorgehen», hält Zürich Wind fest. Sollten die Daten bestätigen, dass die Nutzung der Windenergie wirtschaftlich sinnvoll ist, so wird in einem nächsten Schritt eine entsprechende Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben. Gewisse Daten wie die Windgeschwindigkeit können dabei laufend auch unter www.zuerichwind.ch abgerufen werden.

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Roland Müller
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