Wenn die Prämien explodieren und der Staat nochmals zulangt!
Am 26. Mai hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigt, was die Bevölkerung längst spürt: Die Krankenkassenprämien steigen auch im kommenden Jahr weiter – wieder um rund 4,5 bis 5 Prozent. Gleichzeitig ist klar, dass dieser Aufwärtstrend kein Ausrutscher ist, sondern sich seit Jahren fortsetzt. Bundesbern versagt in der Gesundheitspolitik. Umso wichtiger, dass wir im Kanton Zürich die Prämienzahler entlasten: mit einem JA zur Volksinitiative «Stopp Prämien-Schock».

Der Mittelstand muss endlich entlastet werden. Bild: zVg
Die Lage ist klarer denn je: Die Krankenkassenprämien steigen nicht nur einmalig, sondern systematisch. Und wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, dann droht gemäss Aussage des BAG innert rund zwölf Jahren faktisch eine Verdoppelung. Für viele Familien ist das keine abstrakte Statistik mehr, sondern ein direkter Angriff auf das Haushaltsbudget. Was heute schon kaum mehr tragbar ist, wird morgen vollends zum Fass ohne Boden. Der Mittelstand trägt die Last – Monat für Monat, Jahr für Jahr, ohne Ausweichmöglichkeit.
Besonders stossend ist, dass die Bürger gleich doppelt bestraft werden. Zuerst zahlen sie immer höhere Krankenkassenprämien. Und wenn sie im Beruf etwas mehr verdienen, um diese Mehrkosten überhaupt stemmen zu können, greift der Staat erneut zu: Dieses zusätzliche Einkommen wird selbstverständlich besteuert, obwohl es die Kaufkraft in Wahrheit gar nicht erhöht. Das ist nichts anderes als kalte Progression in Reinform. Der Staat kassiert auf einem bloss nominellen Einkommenszuwachs mit, obwohl dieser vollständig von der Prämienexplosion aufgefressen wird. Genau gegen diese doppelte Belastung richtet sich die Initiative «Stopp Prämien-Schock», über die am 14. Juni 2026 abgestimmt wird. Sie verlangt, dass der Steuerabzug für Krankenkassenprämien automatisch mit den steigenden Durchschnittsprämien angepasst wird.
Mehr Lohn – und trotzdem weniger Geld
Ein praktisches Beispiel zeigt, wie absurd die Situation inzwischen geworden ist:
Eine vierköpfige Familie bezahlt heute bereits 12 000 Franken pro Jahr an Krankenkassenprämien. Wenn sich die Prämien in den kommenden zwölf Jahren verdoppeln, zahlt dieselbe Familie künftig 24 000 Franken – also 12 000 Franken mehr pro Jahr. Steigt in dieser Zeit auch das Einkommen um 12 000 Franken, dann ist der ganze Mehrverdienst bereits wieder weg. Er verschwindet vollständig in den höheren Krankenkassenprämien. Das Resultat: Die Familie arbeitet mehr, verdient nominell mehr, hat aber real keinen einzigen Franken mehr zur Verfügung.
Und jetzt kommt der eigentliche Skandal: Auf diese zusätzlichen 12 000 Franken Einkommen werden trotzdem Steuern erhoben. Rechnet man mit einer zusätzlichen Steuerbelastung von rund 1500 Franken, dann verschlechtert sich die Lage der Familie sogar. Sie hat faktisch keinen Mehrwert aus dem höheren Lohn, weil die gesamte Lohnerhöhung bereits für die gestiegenen Krankenkassenprämien draufgeht – muss aber gleichzeitig auch noch zusätzliche Steuern bezahlen. Mit anderen Worten: Obwohl netto kein Rappen mehr zum Leben bleibt, gibt es am Ende sogar ein Minus von rund 1500 Franken. Das ist nichts anderes als eine schleichende Abzocke des Mittelstands.
Wenn Arbeiten bestraft wird
Genau an diesem Punkt zeigt sich die Schieflage unseres Systems. Wer arbeitet, wer Verantwortung trägt, wer seine Familie selber durchbringen will, wird immer stärker belastet. Die Krankenkassenprämien klettern ungebremst nach oben. Die Lebenshaltungskosten steigen. Und der Staat schaut nicht nur zu, sondern verdient an dieser Entwicklung auch noch mit. Das ist der eigentliche Hohn: Ausgerechnet jene, die jeden Morgen aufstehen, ihren Beitrag leisten und keine Sonderbehandlung verlangen, werden von allen Seiten zur Kasse gebeten.
Dabei geht es nicht um Luxus oder um politische Randfragen. Es geht um eine Grundfrage der Fairness. Die Krankenkassenprämien sind obligatorisch. Niemand kann sich ihnen entziehen. Wenn diese Belastung Jahr für Jahr steigt, dann darf der Staat nicht so tun, als ob ein bloss nomineller Lohnanstieg eine echte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wäre. Genau das tut er aber heute. Er besteuert zusätzliches Einkommen, das in Wirklichkeit gar kein frei verfügbares Einkommen ist, sondern nur den nächsten Prämienschub finanziert. Das ist weder ehrlich noch gerecht.
Die Initiative «Stopp Prämien-Schock» setzt genau hier an. Sie schafft keine Wunderlösung im Gesundheitswesen, aber sie korrigiert eine grobe Ungerechtigkeit: Wenn die Prämien steigen, soll wenigstens der steuerliche Abzug Schritt halten. Das ist kein Geschenk, keine Subvention und keine künstliche Umverteilung. Es ist nichts anderes als ein überfälliger Schutz vor einer automatischen Mehrbelastung, die den Mittelstand Jahr für Jahr ärmer macht!
Jetzt braucht es ein klares Signal
Darum ist die Frage simpel: Wollen wir weiter zuschauen, wie wir alle jedes Jahr mehr bezahlen und trotzdem nicht vom Fleck kommen? Wollen wir akzeptieren, dass ein höherer Lohn in Wahrheit nur höhere Zwangskosten deckt – und der Staat auf diesem Scheinzuwachs auch noch zusätzlich zugreift? Oder ziehen wir endlich eine klare Grenze gegen diese schleichende Mehrbelastung?
Wer arbeitet, spart und Verantwortung übernimmt, darf nicht zum Zahlmeister eines Systems werden, das jede Lohnerhöhung sofort wieder verschlingt. Der staatlich organisierte doppelte Griff ins Portemonnaie des Mittelstands muss ein Ende haben.
Darum JA am 14. Juni zur Initiative «Stopp Prämien- Schock»!