Wie viel mehr Fachkräftemangel braucht die Schweiz noch?
Am 14 Juni 2026 stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Nachhaltigkeits-Initiative ab. Nachhaltigkeit: ein Wort, das für vieles gebraucht und missbraucht wird.

Mobilisieren Sie Ihre Familie, Freunde und Verwandte und helfen Sie mit, die Zukunft der Schweiz zu sichern! Bild: IG Nachhaltigkeit
In diesem Zusammenhang wollen die Initianten eine nachhaltig funktionierende Schweiz bewahren. Nun, was ist eine nachhaltig funktionierende Schweiz? Erinnern wir uns 25 Jahre zurück. Junge Menschen, die vom Elternhaus ausgezogen sind, fanden eine Wohnung und die Wohnung konnte bezahlt werden. Auf dem Arbeitsweg sind wir nicht ständig im Stau gestanden und hatten Platz im Zug. Kaum einmal musste jemand stehen. Krankenkassenprämien waren nicht existenzgefährdend, in den Spitälern hatten wir genügend Personal und wer zum Arzt musste, hat innert Kürze einen Termin bekommen. Sogar Lehrpersonal war genügend im Einsatz.
Was stellen wir fest, wenn wir nun den aktuellen Zustand beurteilen? Wohnungen sind Mangelware und wenn eine junge Familie noch eine Wohnung findet, ist diese kaum bezahlbar. Wer sich mit dem Auto bewegt, kalkuliert für die Abfahrtszeit automatisch Stauzeit ein und im Zug stellt man sich heute auf einen Stehplatz ein. Im Gesundheitswesen und in der Bildung sind die Rufe nach Fachkräften unüberhörbar und Krankenkassenprämien lassen bei Herrn und Frau Schweizer zunehmend finanzielle Probleme entstehen. Eine Entwicklung, die nicht mehr schöngeredet werden darf.
Es kommen zu viele und es kommen die Falschen
Was sind die Gründe für diese Entwicklung? Leidet die Schweiz an zu wenig Zuwanderung? Bei einem Einwohnerwachstum von zwei Millionen Personen ist dies kaum anzunehmen. Sind weniger Personen in der Schweiz arbeitstätig? Nein, die Anzahl Arbeitskräfte hat ebenfalls zugenommen. Wird zu wenig gebaut? Dies ist auch kaum der Fall. In den vergangenen 20 Jahren ist die Bautätigkeit mit zusätzlichen 1.3 Millionen Wohnungen auf der Fläche von zwei Mal dem Zürichsee ebenfalls unübersehbar. Es kann also nur noch mit der Menge und der Zusammensetzung der Zuwanderung zusammenhängen.
Ein durchschnittliches Einwohnerwachstum in der Grösse der Stadt St. Gallen braucht Spitäler mit Pflegepersonal und Ärzten, Schulhäuser mit Lehrpersonen und es braucht eine Unmenge an Handwerkern. Mittels einer objektiven Betrachtung dieser einfachen Daten stellen wir fest: Der Fachkräftemangel wird importiert! Und so schliesst sich auch der Kreis mit der Bezeichnung Nachhaltigkeits-Initiative. Ein kleineres Wachstum ist für die Schweiz nachhaltig verkraftbar. Unsere Schweiz war vor 25 Jahren noch ein sehr attraktives Land, leider aber mit abnehmender Tendenz. Der Dichtestress, die Wartelisten beim Doktor und die Kinder, die kaum mehr Deutsch sprechen – all das muss nun gestoppt werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Mobilisieren auch Sie Ihr Umfeld!
Ich will der kommenden Generation eine Schweiz weitergeben, an der auch sie Freude hat und für sich eine Zukunft mit helvetischen Werten sieht. Geschätzte Leserinnen und Leser, nehmen auch Sie Ihre Verantwortung wahr und stimmen Sie JA zur Nachhaltigkeits-Initiative und damit JA gegen eine 10-Millionen-Schweiz. Sagen Sie es weiter! Wenn nicht jetzt, wann dann?