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Windkraft löst die Energieproblematik nicht

An seiner Doppelsitzung vom Montag behandelte der Zürcher Kantonsrat zahlreiche Geschäfte.

Bild: SVP Kanton Zürich

Auch finanzielle Abgeltungen an Gemeinden machen die Windkraft nicht besser. Windkraftanlagen werden als wichtiger Beitrag zur Energiewende dargestellt. Doch sie können die grundlegenden Probleme der Energieversorgung nicht lösen. Ihre wetterabhängige Produktion, der zusätzliche Bedarf an Netzen, Speichern und Reserveleistung sowie die Eingriffe in Natur und Landschaft verlangen eine nüchterne Gesamtbetrachtung.

Die Schweiz braucht jederzeit genügend Strom – auch an windstillen Wintertagen und in Zeiten hoher Nachfrage. Windkraft liefert jedoch nicht bedarfsgerecht, sondern abhängig vom Wetter. Zusätzliche Anlagen erhöhen zwar zeitweise die Produktion, ersetzen aber keine gesicherte Leistung. Für eine verlässliche Versorgung bleiben deshalb Speicher, Reservekraftwerke, leistungsfähige Netze, Importe und andere Energiequellen wie beispielsweise Gaskraftwerke notwendig. Damit stellt die Windkraft keine realistische Lösung für die Energieproblematik dar. Entscheidend ist nicht allein die installierte Leistung, sondern wie viel Energie tatsächlich zur richtigen Zeit verfügbar ist und zu welchen Gesamtkosten. Prognosen zu Ertrag und Wirtschaftlichkeit müssen deshalb transparent, aktuell und realistisch sein. Andernfalls entsteht der Eindruck, neue Anlagen könnten Versorgungslücken schliessen, die sie technisch gar nicht jederzeit abdecken können. Auch der Ausbau selbst schafft neue Herausforderungen. Schwankende Einspeisung verlangt Netzausbauten, Regelenergie und Speichermöglichkeiten. Gleichzeitig beanspruchen Windenergieanlagen Raum und können Landschaft, Lebensräume und Tierwelt beeinträchtigen. Wer diese Folgen ausblendet, verschiebt einen Teil der Energieproblematik, statt sie zu lösen. Eine verantwortungsvolle Politik muss Versorgungssicherheit, Kosten, Umweltwirkungen und Akzeptanz gemeinsam bewerten.

Finanzielle Leistungen an Standortgemeinden und unmittelbar Betroffene können sinnvoll sein. Sie ändern jedoch nichts an den technischen Grenzen der Windkraft und dürfen kein Ersatz für demokratische Mitwirkung sein. Gemeinden und Bevölkerung müssen frühzeitig erfahren, welchen realen Beitrag ein Projekt zur Versorgung leistet, welche Folgekosten entstehen und welche Belastungen vor Ort zu erwarten sind. Und sie müssen zwingend über die Anlagenbauten mitbestimmen können.

Investoren und Energieunternehmen dürfen ländliche Räume nicht bloss als verfügbare Standorte betrachten. Grundeigentum, kommunale Selbstbestimmung und Lebensqualität verdienen Respekt. Kommt ein Projekt mit Zustimmung der Bevölkerung zustande, sind faire Steuern, klare Entschädigungen und verbindliche Umweltauflagen notwendig. Eine finanzielle Beteiligung macht aus einem begrenzten Energieträger jedoch noch keine tragende Lösung für die Versorgungssicherheit.

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