Wohlstandsverwahrloste Jungsozialisten
Die Bilder aus Frankreich – und mittlerweile auch aus anderen europäischen Ländern – sind schockierend und lassen einen fassungslos zurück.

Linksextreme wollen am 20. November auch in der Schweiz Proteste abhalten. Bild: Instagram/jugendstreik.zo
Geplünderte Läden, zerstörte Restaurants, verschmierte Statuen und ein historisches Rathaus, das bis auf die Grundmauern niederbrennt. Die Bilder aus Frankreich – und mittlerweile auch aus anderen europäischen Ländern – sind schockierend und lassen einen fassungslos zurück.
Ich war selbst vor ein paar Wochen in Paris und habe an jeder Strassenecke protestierende Jugendliche gesehen. Ob deren bildungspolitische Anliegen gerechtfertigt sind oder nicht, kann ich nicht sagen. Einen wahnsinnig konstruktiven Eindruck haben die Jugendlichen auf mich aber nicht gemacht – den meisten schien es einfach Freude zu bereiten, ein bisschen Revoluzzer zu spielen, Antifa-Symbolik und Palästinaflaggen inklusive.
Diejenigen, die die Proteste dann aber zum Eskalieren brachten, waren definitiv keine harmlosen Schüler, sondern gut organisierte Linksradikale und sonstige Chaoten, allesamt mit bemerkenswert hoher krimineller Energie. Vom ursprünglichen Anliegen etwa so weit entfernt wie Albert Rösti vom nächsten Klimaprotest ging es den Krawallanten nur noch darum, ihre Zerstörungswut und ihren Hass auf die westliche Kultur zu zelebrieren. Oder, wie SVP-Präsident Marcel Dettling es so treffend ausgedrückt hat: Man hat keinen der Plünderer mit einem Schulbuch unter dem Arm aus einem zerstörten Geschäft kommen sehen.
Mittendrin dabei im Getümmel waren auch Vertreter der Juso Schweiz, der Jugendbrigade der SP. Aus lauter Freude am Krawall haben sie angekündigt, die Proteste nun auch in die Schweiz bringen zu wollen. Ein bedenkliches Vorgehen: Protestbewegungen entstehen aus dem Bedürfnis, sich gegen politische oder gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu wehren. In Frankreich, einem zentralistischen Land ohne Volksabstimmungen, in dem sich die demokratische Mitbestimmung auf Wahlen alle fünf Jahre beschränkt, sind solche Proteste schon fast alltäglich. In der Schweiz herrscht jedoch ein anderes System: direkte Demokratie, Föderalismus und ein starker Milizgedanke. Jeder kann ein Referendum, eine Volksinitiative oder eine Petition lancieren, wenn ihm etwas nicht passt. Jeder kann sich politisch engagieren, unabhängig vom Beruf, vom Geschlecht oder vom sozialen Status, und zwar auf allen Staatsebenen und in ganz unterschiedlichen Funktionen. Genau deshalb haben wir in der Schweiz ja auch keine Massenproteste wie in anderen Ländern – sie sind schlicht nicht nötig.
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die Jusos Proteste nach französischem Vorbild nun auch in die Schweiz importieren wollen ohne einen konkreten Grund, einfach um des Demonstrierens willen. Echtes politisches Engagement würde halt Aufwand, Mühe und viel unbezahlte Arbeit bedeuten, etwas, das man von unseren wohlstandsverwahrlosten Jungsozialisten wohl einfach nicht erwarten darf.