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Mindestfranchise anpassen, Eigenverantwortung stärken

Die stetig steigenden Krankenkassenprämien in der Schweiz belasten die Bevölkerung zunehmend, während das Gesundheitswesen immer ineffizienter und kostenintensiver wird. Eine der Hauptursachen dieser Entwicklung ist der mangelnde Anreiz zur Eigenverantwortung im Umgang mit medizinischen Leistungen.

Während Geringverdiener durch Prämienverbilligungen entlastet werden und Spitzenverdiener sich hohe Prämien leisten können, geraten Familien mit durchschnittlichem Einkommen zunehmend unter Druck. Bild: Pexels

Die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat hat deshalb eine Motion zur Anpassung der Mindestfranchise der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) unterstützt. Ziel ist es, die Franchise realitätsgerecht anzupassen und damit einen wichtigen Beitrag zur Kostendämpfung zu leisten.

Gesundheitskosten steigen unaufhaltsam

Die Gesundheitskosten in der Schweiz wachsen seit Jahren rasant. Höhere Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, teure Behandlungen und ein zunehmend bürokratischer Verwaltungsapparat treiben die Kosten weiter in die Höhe. Besonders der Mittelstand leidet unter den steigenden Prämien, während das aktuelle System kaum Anreize zur Kosteneffizienz setzt. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 erhöhte der Bundesrat die ordentliche Franchise zwar mehrmals, das letzte Mal vor über zwanzig Jahren. Die Mindestfranchise betrug beim Inkrafttreten 150 Franken und wurde 1998 auf 230 Franken erhöht. Die aktuelle Mindestfranchise von 300 Franken, die seit 2004 unverändert geblieben ist, fördert genau dieses Fehlverhalten: Wer wenig oder nichts zur eigenen Gesundheitsversorgung beiträgt, neigt dazu, medizinische Leistungen ohne echte Notwendigkeit in Anspruch zu nehmen. Dies treibt die Kosten für alle Versicherten in die Höhe und macht eine Anpassung der Franchise unumgänglich.

Mehr Eigenverantwortung senkt die Kosten

Die SVP setzt sich konsequent für mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen ein. Eine realitätsnahe Erhöhung der Mindestfranchise würde dazu beitragen, dass Versicherte bewusster mit medizinischen Leistungen umgehen. Wer einen grösseren Teil der Gesundheitskosten selbst trägt, prüft sorgfältiger, ob eine Konsultation wirklich erforderlich ist oder ob alternative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden können. Internationale Beispiele zeigen, dass höhere Selbstbehalte einen positiven Effekt auf die Gesundheitskosten haben. In Singapur etwa, wo Eigenverantwortung einen hohen Stellenwert hat, sind die Kosten pro Kopf deutlich niedriger als in der Schweiz bei vergleichbarem medizinischem Standard.

Den Mittelstand entlasten

Die Hauptlast der steigenden Gesundheitskosten trägt derzeit der Mittelstand. Während Geringverdiener durch Prämienverbilligungen entlastet werden und Spitzenverdiener sich hohe Prämien leisten können, geraten Familien mit durchschnittlichem Einkommen zunehmend unter Druck. Eine Anpassung der Mindestfranchise würde langfristig zu stabileren Prämien führen und die finanzielle Belastung gerechter verteilen. Bereits heute haben Versicherte die Möglichkeit, durch die Wahl einer höheren Franchise Prämien zu sparen. Diese Option sollte flächendeckend genutzt werden, indem die Mindestfranchise erhöht und künftig regelmässig an wirtschaftliche Entwicklungen angepasst wird.

Weniger Umverteilung im Gesundheitswesen

Ein Gesundheitssystem, das auf exzessiver Umverteilung basiert und Eigenverantwortung untergräbt, gilt es abzulehnen. Es ist nicht gerecht, dass wenige die hohen Kosten vieler tragen. Wer medizinische Leistungen in Anspruch nimmt, soll auch bereit sein, einen angemessenen Beitrag dazu zu leisten. Dies ist nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch ein entscheidender Faktor für die langfristige Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems. Andere Parteien setzen hingegen weiterhin auf eine verstärkte Umverteilung, was zusätzliche finanzielle Belastungen für hart arbeitende Bürger bedeutet. Es darf nicht sein, dass der Mittelstand weiter geschröpft wird, während unrealistische Forderungen nach einem kostenfreien Gesundheitswesen laut werden.

Fazit: Eine überfällige Reform

Die Anpassung der Mindestfranchise ist längst angezeigt. Sie fördert Eigenverantwortung, senkt unnötige Gesundheitskosten und entlastet den Mittelstand. Die SVP setzt sich für eine nachhaltige, gerechte und tragfähige Finanzierung des Gesundheitssystems ein – ohne unnötige Bürokratie und übermässige Umverteilung. Gleichzeitig ist eine Begrenzung der Zuwanderung unerlässlich, um das Gesundheitssystem langfristig stabil zu halten. Ohne klare Kontrollen wird die finanzielle Belastung weiter steigen. Daher fordert die SVP nicht nur eine Anpassung der Mindestfranchise, sondern auch eine konsequente Steuerung der Einwanderung – für ein bezahlbares, faires und effizientes Gesundheitssystem in der Schweiz.

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