Bedeutung der Gemeindewahlen
Nicht nur viele Menschen strömen in die Schweiz, auch viele neue Wörter. So etwa das Wort «Frühjahr» oder «Frühjahrswahlen». In Bern heisst leider mittlerweile sogar die laufende Session der Eidgenössischen Räte «Frühjahrssession». Zwar verstehen alle Schweizer, was mit «Frühjahr» gemeint ist. Das Wort passt dennoch nicht hierher. Wir Schweizer sagen nämlich Frühling. Und wir sprechen von Frühlingswahlen.

Wer auch in Zukunft in einer lebenswerten Gemeinde wohnen möchte, wählt die SVP. Bild: Adobe Stock
Ein weiterer importierter Begriff aus dem nördlichen Nachbarland lautet «Kommunalwahlen». Auch hier ist zwar klar, worum es geht. Falsch ist es dennoch. Dieses Wochenende vom 8. März führen wir im Kanton Zürich nicht wie in Deutschland «Kommunalwahlen» durch, sondern Gemeindewahlen. Oder, wenn Sie lieber wollen, Stadt- und Gemeindewahlen.
Mit der SVP weiss man, was man hat
Diese alle vier Jahre stattfindenden Wahlen für die Gemeindebehörden sind ausserordentlich wichtig. Denn die Gemeinden stehen – obwohl die kleinste politische Einheit – in unserem föderalistischen Staatsaufbau eigentlich zuoberst. Darum ist keineswegs gleichgültig, wer in den Gemeinderäten, den Gemeindeparlamenten, den Schulpflegen, Rechnungsprüfungskommissionen, Werk- und Sozialbehörden sitzt. Es ist zu bedauern, dass sich immer mehr Parteilose in diese Ämter drängen. Denn die Stimmbürger wissen nicht, wofür diese stehen. Meistens handelt es sich eher um «Technokraten», die brav umsetzen, was von oben – sprich: vom Kanton – befohlen wird, während vor allem die SVP-Exponenten die Gemeindeautonomie und den Föderalismus verteidigen. Und so dafür sorgen, dass auf jener Stufe, die den Bürgern am nächsten steht, auch in Zukunft noch etwas Gestaltungsfreiheit bleibt.
Gewiss, die Behördenarbeit auf Gemeindestufe ist zeitintensiv. Ein Lob, eine Würdigung oder ein Dankeschön gibt es selten. Man ist durchaus der Kritik der Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgesetzt. Aber die Arbeit in Gemeindebehörden ist letztlich oft interessanter, sogar dankbarer als jene in Parlamenten auf Kantons- oder Bundesstufe. Denn es gibt da nach wie vor echten Gestaltungsspielraum, man kann etwas Gutes realisieren, etwas, das Hand und Fuss hat und für die ganze Gemeinde sichtbar ist. Oder – vielleicht etwas weniger sichtbar, aber nicht weniger wichtig – man kann Schlechtes verhindern.
Wir stehen jetzt in den Städten und Gemeinden am Ende des Wahlkampfs. Der 8. März ist Zahltag. Die Grosswetterlage für die SVP ist günstig. Und doch wird es neben den Erfolgen auch Enttäuschungen geben. Auch für Kandidaten, die sich alle Mühe gegeben und für das jeweilige Amt ausgezeichnet geeignet wären. Die Niederlage ist meistens überhaupt nichts Persönliches. Die SVP hat es nicht einfach, in Majorzwahlen zu bestehen, da es so etwas wie einen «Bürgerblock» kaum mehr gibt. Und weil die Wähler der anderen «bürgerlichen» Parteien nicht selten lieber linke Kandidaten wählen, als solche mit einem SVP-Parteibuch.
Politischer Erfolg erfordert Geduld
Was soll man tun? Keinesfalls den Kopf hängen lassen und Trübsal blasen. Wir Parteifreunde sollten den Unterlegenen Mut machen und sie aufmuntern. Es darf nicht sein, dass sich Parteikolleginnen und Parteikollegen, die einmal an der Wahlurne gescheitert sind, enttäuscht aus der SVP und aus der Politik verabschieden. Wir sollten sie vielmehr ermutigen, sich weiterhin zu engagieren, sich noch mehr im Dorf oder der Stadt zu zeigen und zu profilieren. Einmal ist keinmal. Warum es nicht in vier Jahren wieder versuchen? Vielleicht ist es hilfreich, hier auf das Beispiel von uns Bundesparlamentariern zu verweisen. Nur ganz wenige schaffen eine Wahl im ersten Anlauf. Vielmehr treten sie nach vier oder acht Jahren wieder an – meist mit durchaus besseren Chancen. Das Motto lautet: Nöd lugg la gwünnt! Noch aber gilt es: Alle an die Urnen! SVP wählen! Für eusi Lüüt!