Realität? Bitte nicht hinschauen!
Überfüllte Züge. Wohnungsmangel. Immer mehr fremdsprachige Kinder in den Schulen. Mehr Kriminalität. Überlastete Infrastruktur. Die meisten Menschen merken längst: Die Schweiz stösst an ihre Grenzen.

Wir halten an unserem Slogan fest: Weniger Zuwanderung, weniger Wohnungsnot! Bild: SVP
Und trotzdem passiert in der Politik etwas Erstaunliches. Sobald die SVP den Zusammenhang mit der masslosen Zuwanderung anspricht, beginnt das grosse Relativieren. Dann heisst es plötzlich: Die Schweiz habe noch genug Platz. Man müsse einfach dichter bauen. Mehr regulieren. Nur eines darf offenbar nicht gesagt werden: Dass unkontrollierte Zuwanderung negative Folgen hat. Das erinnert mich an die Geschichte «Des Kaisers neue Kleider». Darin behaupten plötzlich alle, der Kaiser trage wunderschöne Kleider – obwohl er in Wahrheit nackt ist. Niemand wagt es, die Wahrheit auszusprechen. Erst ein Kind sagt laut, was eigentlich alle sehen. Genau so läuft heute die Diskussion über die Zuwanderung. Bundesrat Beat Jans erzählte in der Arena alle möglichen Schauermärchen. Die Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» würde einen Fachkräftemangel verursachen. Es gäbe dann niemanden mehr, der im Winter die Strassen räume oder unsere Abfälle entsorge. Die Schweiz brauche diese Zuwanderung, um zu funktionieren. Gleichzeitig erleben die Menschen im Alltag das Gegenteil. Wer eine Wohnung sucht, merkt es. Wer täglich pendelt, merkt es. Wer Kinder in der Schule hat, merkt es ebenso. Und trotzdem gilt bei den Gegnern der Initiative die Devise: Realität? Einfach nicht hinschauen. Die völlige Ignoranz gegenüber den Problemen der unkontrollierten Zuwanderung ist ein Hohn. Linke Parteien und Gewerkschaften legen sich mit Wirtschaftslobbyisten ins Bett, weil sie von der Zuwanderung profitieren. Genau hier macht die SVP den Unterschied. Die SVP spricht Probleme an, auch wenn es unbequem ist. Sie sagt offen, was viele Menschen längst spüren: Ein kleines Land wie die Schweiz kann nicht unbegrenzt wachsen, ohne Lebensqualität zu verlieren.
Denn die Realität ist simpel. Mehr Menschen brauchen mehr Wohnungen, Infrastruktur und Platz. Das ist einfache Mathematik. Die Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» verlangt deshalb etwas sehr Vernünftiges: Zuwanderung ja – aber so, dass unser Land es auch verkraftet. Denn: Probleme verschwinden nicht, nur weil man sie ignoriert. Oder wie im Märchen: Der Kaiser wird nicht angezogen, nur weil alle so tun, als hätte er Kleider an.