Marx lebt weiter
Die Familie ist die älteste und erfolgreichste Institution der Menschheit.

Legende: Griffen die bürgerliche Familie in ihrem Kommunistischen Manifest frontal an: Karl Marx und Friedrich Engels. Quelle: Pixabay
Lange bevor es Sozialämter, Prämienverbilligungen oder staatliche Unterstützungsprogramme gab, sorgten Familien füreinander. Eltern kümmerten sich um ihre Kinder, Kinder später um ihre Eltern. Verantwortung, Solidarität und Zusammenhalt wurden nicht vom Staat organisiert, sondern innerhalb der Familie gelebt.
Genau deshalb überrascht es nicht, dass Karl Marx und Friedrich Engels die Familie als Hindernis auf dem Weg zur sozialistischen Gesellschaft betrachteten. Für sie war die Familie keine natürliche Ordnung, sondern ein Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Im Kommunistischen Manifest griffen sie die bürgerliche Familie frontal an. Familie, Religion und Nation galten ihnen als Pfeiler der bestehenden Ordnung, die überwunden werden mussten. Je schwächer die Familie, desto stärker der Staat. Genau dieser Gedanke findet sich bis heute in vielen politischen Forderungen der Linken wieder.
Der Staat ersetzt zunehmend die Familie
Immer mehr Aufgaben, die früher von Familien, Nachbarschaften oder privaten Gemeinschaften übernommen wurden, werden an den Staat übertragen. Die Prämienverbilligungen erfassen immer breitere Bevölkerungsschichten. Der Staat soll Wohnungen bauen, vermieten und verwalten. Kitas und Betreuungseinrichtungen übernehmen zunehmend Aufgaben, die früher in den Familien wahrgenommen wurden. Mit der Individualbesteuerung löst die Politik die Familie schrittweise als wirtschaftliche Einheit auf. Unterstützt werden diese Entwicklungen häufig nicht nur von SP und Grünen, sondern auch von Die Mitte und FDP. Das Ergebnis ist stets dasselbe: mehr Staatsabhängigkeit und weniger Eigenverantwortung.
Der kulturelle Widerspruch der Linken
Besonders deutlich zeigt sich dieser Widerspruch bei den Frauenrechten. Einerseits wird die traditionelle Familie als patriarchal kritisiert und dekonstruiert. Andererseits unterstützt dieselbe politische Seite eine Zuwanderung aus Kulturkreisen, in denen Frauenunterdrückung, Ehrvorstellungen und männliche Dominanz gesellschaftlich stark verankert sind. Der renommierte forensische Psychiater Frank Urbaniok hat aufgezeigt, dass nicht die Nationalität, sondern kulturelle Prägungen entscheidend sind. Migranten aus stark abweichenden Kulturkreisen sind bei Gewalt- und Sexualdelikten deutlich übervertreten.
Die Familie bleibt die wichtigste Institution unserer Gesellschaft. Sie vermittelt Werte, Verantwortung, Solidarität und Selbstständigkeit. Starke Familien brauchen weniger Staat. Schwache Familien führen zu mehr Staatsabhängigkeit. Genau deshalb verteidigt die SVP die Familie konsequent. Der Staat soll Familien dort unterstützen, wo Hilfe nötig ist. Er darf sie aber nicht ersetzen. Freiheit beginnt nicht beim Staat. Freiheit beginnt in der Familie.