Ärger, Aggressionen und Stasi-Methoden
Wir alle kennen den harten Kurs, den die Stadt Zürich gegen den Autoverkehr fährt.

Autoverbote und Controlling sind schon fast stasiähnliche Methoden. Bild: Pixabay
Das spüren die Autofahrer täglich: Der Platz für sie wird immer enger, sei es für das Parkieren oder auch für das Fahren. Parkplätze, Spuren und Abbiegemöglichkeiten werden abgebaut, künstliche Hindernisse aufgebaut. Verärgert müssen Autofahrer dadurch weitere Wege fahren, um ans Ziel zu kommen. Parkplatzsuche verursacht Verspätungen, Stress und Frust.
Das Velofahren hingegen wird seit Jahren gefördert, sei es mit Hunderten von Millionen Franken, mit welchen Zürich zur Velo-Stadt umgebaut wird, oder beispielsweise subventionierten E-Cargovelos für bestimmte Siedlungen. Parallel dazu dürfen Velofahrer alles. Sie brauchen sich nicht um Verkehrsregeln kümmern. Dementsprechend forsch verhalten sie sich auf den Strassen.
Alles zusammen führt dazu, dass die Aggressionen im Verkehr zunehmen. Aggressionen fördern gefährliche Situationen. Somit sei festgestellt, dass die linksgrüne Verkehrspolitik die Verkehrssicherheit gefährdet! Machen Sie den Test selber – fahren Sie einen Tag in der Stadt Zürich Auto und dann einen auf dem Land. Wo sind Sie entspannter unterwegs? Wo gehen die Verkehrsteilnehmer freundlicher miteinander um? Gerne nehme ich Ihre Rückmeldungen entgegen.
Zürich im 21. Jahrhundert: stasiähnliche Methoden
Mit «autoarmen Siedlungen» hat die Stadt nun einen radikalen Weg eingeschlagen, um zu einer möglichst autofreien Bevölkerung zu kommen. Zum Beispiel die Wohnsiedlung Leutschenbach. Die Stadt hat 369 preisgünstige Wohnungen erstellt für 1100 Personen. Die Siedlung hat nur 120 Parkplätze in ihrer Tiefgarage. Einen Parkplatz beantragen kann nur, wer infolge seines Berufs oder einer Mobilitätseinschränkung auf ein Auto angewiesen ist. Allen anderen ist der Besitz eines Autos vertraglich verboten.
Kurz nach dem Einzug der neuen Bewohnerschaft hat offenbar die Parksituation bei der Wohnsiedlung nicht den Erwartungen der Stadtverwaltung entsprochen, will heissen, es wurden viele Autos rund um die Siedlung wild parkiert. Seit September 2025 kontrolliert darum ein privater Sicherheitsdienst im Auftrag der Stadt, wer da wo parkiert, und verteilt Bussen. Was dies den Steuerzahler kostet, will die Stadt nicht preisgeben. Doch es geht jetzt noch weiter: Die Stadt will nun genau prüfen, ob zwei Drittel der Bewohner den Autoverzicht einhalten. Im Rahmen eines «Controllings» will die Stadt nun prüfen, wie viele Anwohnerparkkarten für die blaue Zone auf die Adresse der Wohnsiedlung Leutschenbach registriert sind. Das sind schon fast stasiähnliche Methoden in den Amtshäusern Zürichs. Ob die Fehlbaren ausziehen müssen, darauf können wir gespannt sein.