Mitmachen
Artikel

Das Feuerwerk verstummt – wir nicht

Am 1. August blieb der Himmel wegen der Trockenheit dunkel. Keine Raketen, kein Knallen, kein Spektakel. Nur Stille. Vielleicht war das ehrlicher als manche Festrede. Denn die Schweiz braucht kein Feuerwerk, um zu glänzen. Ihr hellstes Licht ist seit 735 Jahren die Freiheit.

Bildlegende: Freiheit muss an allen 365 Tagen gelebt und verteidigt werden. Bild: Adobe Stock

Doch Freiheit ist tückisch: Man bemerkt oft erst, dass sie fehlt, wenn sie bereits verloren ist.

Als Zürcher Kantonsrat erlebe ich, wie dieser Verlust beginnen kann. Nicht dramatisch und nicht über Nacht. Es beginnt harmlos: mit einer neuen Stelle, einer Vorschrift, einem Förderprogramm. Jede Vorlage klingt vernünftig. Doch am Ende wächst die Verwaltung, die Rechnung wird höher und der Spielraum der Bürger kleiner.

Freiheit verschwindet selten mit einem grossen Knall. Sie geht leise verloren – Formular um Formular, Verordnung um Verordnung, Steuerfranken um Steuerfranken.

Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit

Darum ist der 1. August mehr als Bratwurst, Schweizerkreuz und Festrede. Er erinnert uns daran, was unser Land stark gemacht hat: Der Staat ist für die Menschen da – nicht die Menschen für den Staat.

Unsere direkte Demokratie zwingt die Politik, den Bürgern zuzuhören. Der Föderalismus hält Entscheidungen nahe bei den Menschen. Die Gemeinde zuerst, dann der Kanton und erst danach der Bund. Was im Bezirk Affoltern gelöst werden kann, muss weder Zürich noch Bern regeln. Ein Baum wächst von den Wurzeln zur Krone – nicht umgekehrt.

Doch an diesen Wurzeln wird gesägt. Aufgaben werden zentralisiert, Verantwortung wird abgeschoben. Die neuen EU-Verträge führen weg von den Schweizer Stimmbürgern, hin zu EU-Institutionen und zum EU-Gerichtshof.

Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn ist richtig – aber nur auf Augenhöhe. Wer fremde Regeln übernehmen und fremde Richter akzeptieren muss, ordnet sich unter. Selbstbestimmung kann man nicht scheibchenweise abgeben.

Für eine freie und selbstbestimmte Schweiz

Auch die Neutralität ist kein Ausstellungsstück. Sie schützt die Schweiz davor, in fremde Machtspiele hineingezogen zu werden. Sie erlaubt uns, mit allen zu reden, ohne uns einem Lager zu unterwerfen. Neutralität braucht aber eine Armee, die unser Land verteidigen kann. Sonst ist sie wie eine Haustüre ohne Schloss.

Im Kantonsrat kämpfe ich für einen sorgsamen Umgang mit Steuergeldern, starke Gemeinden und mehr Eigenverantwortung statt Bevormundung. Denn jeder Franken, den der Staat verteilt, muss zuerst erarbeitet werden. Was wir nach oben abgeben, fehlt bei den Bürgern.

Patriotismus misst sich nicht an der Lautstärke einer Rakete. Er zeigt sich darin, auch bei Gegenwind für unser Land einzustehen. Freiheit muss an allen 365 Tagen gelebt und verteidigt werden.

Das Feuerwerk ist verstummt – wir tun es nicht. Die SVP wird ihre Stimme erheben: für unsere Gemeinden, für unseren Kanton und vor allem für unsere Lüüt. Mit Mut, Zuversicht und Rückgrat kämpfen wir für eine freie, sichere und selbstbestimmte Schweiz – damit unser Land auch für kommende Generationen eine Heimat mit Zukunft bleibt.

über den Autor
SVP Kantonsrat (ZH)
weiterlesen
Kontakt
SVP des Kantons Zürich, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf
Telefon
044 217 77 66
Fax
044 217 77 65
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden