Die erfolgreichste Währung der Welt
Der Franken ist eine der stärksten Währungen der Welt. Man sollte sich gut überlegen, eine solche Erfolgsgeschichte mit der Abschaffung des Bargeldes zu beschädigen.

«Libertas» steht auf dem Diadem auf unserem Zehnräppler. Der Jahrgang 1879 ist noch kursgültig. Es ist die älteste Umlaufmünze der Welt und steht für die Erfolgsgeschichte des Frankens. Bild: zVg
Wenn der Dollar schwächelt, steigt der Franken. Dies ist ein Qualitätsmerkmal für eine starke Währung. Davon profitieren wir alle. Der Schweizer Franken hat alle Stürme überstanden und viele Währungen anderer Staaten überlebt.
Die Lateinische Münzunion war ein Versuch von mehreren Staaten, das Münzwesen zu vereinfachen. 1865 gründeten Frankreich, Belgien, Griechenland, Italien und die Schweiz eine Münzunion. Die Mitgliedstaaten prägten ihre eigenen Währungen, einigten sich aber auf Nominale und Silbergehalt. Das heisst, alle Währungen waren in Hunderter- Einheiten eingeteilt; der Franken in 100 Rappen oder die Lira in 100 Centesimi. Alle Währungen hatten zudem den gleichen Silberanteil mit «Silber 900 / 1000 fein», was einem Silberanteil von 90 Prozent entspricht. Ein Franken wog 5 Gramm und enthielt 4,5 Gramm Silber, genauso die Lira, die Drachme und die Belgischen und Französischen Francs.
Stabilität dank Volksabstimmung
Das Besondere am Schweizer Franken ist, dass er als einzige Währung eine Volksabstimmung überstehen musste. Bei der Gründung unseres Bundesstaates 1848 war auch das «Münzregal» enthalten, die Zentralisierung des Geldwesens. Zuvor gab es kantonale Währungen. Zwei Jahre später, 1850, prägte der Bund den ersten Schweizer Franken in der mit Ausnahme des Ein- und Zweiräpplers heute noch gültigen Stückelung von 5 und 10 Rappen, ½, 1, 2 und 5 Franken. Der Bund orientierte sich dabei am dezimalen System der Münzunion.
Den Schweizer Franken gibt es noch, alle anderen Währungen sind verschwunden. Mark, Lira oder Franc haben nicht überlebt. Sie wurden von der Inflation zerfressen wie die Lira, in Kriegen ausgelöscht und dann von den Regierungen, ohne das Volk zu befragen, im Euro aufgelöst.
Die älteste Umlaufmünze der Welt
Das Zehn-Rappenstück mit Jahrgang 1879 ist die weltweit älteste Münze, die noch im Umlauf ist. Sie hat zwei Weltkriege und alle Wirtschaftskrisen überstanden. Bei einem Durchmesser von 19 Millimeter wiegt sie 3 Gramm und besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung. Geprägt wurden eine Million Stück. Alle anderen Währungen, die Fürsten, Kaiser und Könige eingeführt hatten und von Experten und Professoren ausgestaltet wurden, sind verschwunden. Den Zehnräppler gibt’s noch, er steht sogar im «Guinness World Records»-Buch.
Es ist nicht die Helvetia auf dem Bild, sondern die Göttin der Freiheit. Auf dem Diadem kann man mit der Lupe «Libertas» lesen. Bargeld ist Freiheit, heisst es allenthalben. Der Zehnräppler mit der Inschrift «Confoederatio Helvetica » steht für Stabilität und Konstanz der Schweiz. Ein klares «JA» zur Bargeldinitiative würde diese Erfolgsgeschichte weiterführen.