Ideenlose Linke
Seit 1998 hat Linksgrün eine Mehrheit in der Stadt Zürich, seit 2018 auch in Winterthur. Linksgrüne Politiker in beiden Städten handeln immer öfter rein ideologisch, die politischen Debatten verengen sich zunehmend. Zwar wird an jeder Ecke Diversität gepredigt und Offenheit zelebriert, doch wehe dem, der von der tolerierten Meinung abweicht. Die einzige Vielfalt, die in den linksgrünen Städten nicht geduldet wird, ist die Vielfalt an Meinungen.

Echte Toleranz heisst, auch unangenehme Meinungen auszuhalten. Gerade bei der Winterthurer Linken ist diese Eigenschaft leider nicht vorhanden. Bild: Pixabay
Kürzlich brachte es die «NZZ» in einer Analyse basierend auf Smartvote-Daten auf den Punkt: Selbst in der SVP, die von Linksgrün gerne als einheitlicher, aus Herrliberg gesteuerter Block verspottet wird, herrscht heute mehr Meinungsvielfalt als im gesamten linken Lager aus SP, Grünen und AL. Während bürgerliche Politiker leidenschaftlich über Rahmenabkommen oder Altersvorsorge streiten, regiert links der Einheitsbrei. Wer ausschert und etwa die Gendersprache kritisiert, wird nicht widerlegt, sondern moralisch entsorgt. Dieser enge Meinungskorridor ist brandgefährlich für unsere Demokratie. Er führt zu einer Ideenlosigkeit, wie man in unseren Städten sehen kann: Echte Lösungen für drängende Probleme wie fehlende Wohnungen, explodierende Sozialkosten oder schwindende Sicherheit sind Mangelware. Stattdessen gibt es Symbolpolitik am laufenden Band.
Diese intellektuelle Enge schlägt vermehrt in Aggression um. Der Angriff auf einen SVP-Kandidaten und die massiven Plakatzerstörungen in bisher nicht gesehenem Ausmass in Winterthur und Zürich durch Chaoten sind auch das Resultat einer vergifteten Debattenkultur. Wer glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben, sieht im politischen Gegenüber keinen Partner mehr, sondern einen Gegner. Dort, wo Argumente kapitulieren, beginnen Beschädigungen und Gewalt. Diese Intoleranz der angeblich Toleranten ist ein Warnsignal für den Kanton. Die urbanen Zentren drohen zu abgehobenen Echokammern zu werden, in denen man den Kontakt zur Realität des arbeitenden Mittelstandes verliert.
Diesen Sonntag entscheiden wir, ob wir endlich wieder mehr Vielfalt und weniger Ideologie in den politischen Debatten zulassen. Wir brauchen keine vermeintliche Vielfalt nach linksgrünem Muster, sondern Mut zum Widerspruch und Freude am sachlichen Streit. Wahre Diversität zeigt sich gerade an der Offenheit für andere Argumente. Echte Toleranz heisst, auch unangenehme Meinungen auszuhalten. Legen wir am Wahlsonntag ein Bekenntnis gegen die linksgrüne Ideenlosigkeit und für echte Meinungsvielfalt ab. Motivieren Sie Freunde und Bekannte in Zürich und Winterthur, an der Urne abstimmen zu gehen, damit unsere Städte wieder Orte der Meinungsvielfalt werden statt Schauplätze ideologischer Bevormundung bleiben.