Integration braucht Selbstbewusstsein
Auch andere Länder kennen klare Kopftuchregeln.

Wer in die Schweiz kommt, soll Teil unserer Gesellschaft werden. Bild: Adobe Stock
Die Schweiz ist heute stärker von Zuwanderung geprägt als fast jedes andere vergleichbare Land. Rund 31 Prozent unserer Bevölkerung sind im Ausland geboren. In Deutschland sind es 20,5 Prozent, in Frankreich 13,8 Prozent und selbst im klassischen Einwanderungsland, den USA, nur 15,5 Prozent. Ein Spitzenwert im OECD-Vergleich, über den die Linke erstaunlich selten spricht – anders als über jeden neuen Hitzerekord. Gerade deshalb braucht es nicht weniger Schweiz, sondern mehr Schweiz.
Je unterschiedlicher Herkunft, Religionen und kulturelle Vorstellungen in einem Land sind, desto wichtiger ist ein gemeinsames Fundament. Integration verlangt Selbstbehauptung. Eine Gesellschaft kann nur integrieren, wenn sie weiss, welche Werte nicht verhandelbar sind. Wer aus falsch verstandener Toleranz alles akzeptiert, integriert niemanden.
Klare Grenzen für den politischen Islam
Genau hier beginnt die Auseinandersetzung mit dem politischen Islam. Es geht nicht darum, Muslimen ihren Glauben vorzuschreiben. Religionsfreiheit gehört zur Schweiz. Der politische Islam geht aber darüber hinaus. Er verbindet Religion mit gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen und Rollenbildern, die mit unseren Grundwerten in Konflikt geraten. Das Kopftuch wird dabei auch als sichtbares Symbol eingesetzt. Besonders bei kleinen Mädchen müssen wir eine Grenze ziehen.
Deshalb setzen wir uns für ein Kopftuchverbot für Schülerinnen und Lehrerinnen an öffentlichen Schulen und Kindergärten ein. Die Volksschule muss für Gleichberechtigung, persönliche Freiheit und Integration stehen.
Auch andere Länder kennen klare Kopftuchregeln. Österreich verbietet das Kopftuch für Schülerinnen unter 14 Jahren. In Frankreich ist das Kopftuch an öffentlichen Schulen seit 2004 verboten. Selbst im mehrheitlich muslimischen Kosovo bestehen Einschränkungen für das Kopftuch an öffentlichen Schulen. Weshalb soll ausgerechnet die Schweiz hier weniger konsequent sein?
Integration ist keine Einbahnstrasse
Die Schweiz ist erfolgreich, weil Menschen unterschiedlicher Herkunft hier friedlich zusammenleben können. Das funktioniert aber nur mit klaren Regeln. Wir respektieren andere Religionen und Kulturen. Im Gegenzug erwarten wir Respekt vor unserer Kultur und unserer freiheitlichen Ordnung.
Wer in die Schweiz kommt, soll Teil unserer Gesellschaft werden. Nicht die Schweiz muss sich den Wertvorstellungen der Zugewanderten anpassen. Integration braucht Toleranz. Aber Toleranz braucht Grenzen. Und beides braucht eine Schweiz, die selbstbewusst zu ihren eigenen Werten steht.