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Kopftücher und grüne Helden

Am Montag wurde intensiv über die SVP Motion «Keine Unterdrückung von Frauen und Mädchen an Zürcher Schulen und Kindergärten» diskutiert.

Das Kopftuch ist ein Zeichen des politischen Islams, den wir an unseren Schulen nicht dulden werden. Bild: SVP Kanton Zürich

Zahlreiche Vertreter der SVP betonten, dass die Ungleichbehandlung von Mann und Frau in der Schule keinen Platz haben darf. Gerade die kleinen Mädchen sollen ohne die diskriminierende Verhüllung lernen und spielen dürfen. Aber auch Lehrerinnen sollen die Schüler ohne Kopftuch unterrichten. Den Kindern beibringen, dass in der Schweiz Gleichberechtigung herrscht, aber sich selbst dem radikalen Islam unterordnen, das passt nicht zusammen.

Die Linken und Grünen sahen das natürlich anders. Nach Jahrzehnten des Kampfs für Frauenrechte wollten sie davon nun plötzlich nichts mehr wissen. Bekanntlich haben die Sozialdemokraten vor einigen Monaten die kritische Haltung gegenüber dem Kopftuch aus ihrem Positionspapier entfernt. Plötzlich fanden sie, dass das Kopftuch ein Zeichen der weiblichen Selbstbestimmung sei, und bekämpften deshalb die Forderung der SVP, dass Frauen und Mädchen nicht aufgrund einer Religion markiert werden dürfen. Obwohl mehrfach erwähnt wurde, dass das Verbot auch für andere Religionen gelten würde, die Frauen unterdrücken, beharrten die Linken darauf, dass nur der Islam betroffen sei. Gegenwärtig stimmt das, aber die SVP kann ja nichts dafür, dass der Islam die einzige Religion ist, die im Mittelalter stehengeblieben ist.

Enttäuschend war die Haltung der Mitte- Partei. Im Kanton Aargau hatte sie eine Woche zuvor einen ähnlichen Vorstoss noch unterstützt. Im Kanton Zürich hingegen setzten sich die ehemaligen Christdemokraten vehement für den Islam ein und erwähnten zahlreiche naive Ideen. Prävention, mit den muslimischen Eltern das Gespräch suchen und Sozialarbeiter einbinden. Also viele neue und mit Steuergeld bezahlte Arbeitsplätze für Leute aus dem linken Milieu. Ja, dann viel Glück beim Umstimmen der radikalen Moslems. Das wird genau nie passieren. Fakt ist, dass diejenigen Frauen, die das Kopftuch tragen, weil es ihnen gefällt oder weil es eine Tradition in der Familie ist, kein Problem damit hätten, es in der Schule abzulegen. Niemals ablegen würden es hingegen die Frauen, die von ihren Männern zum Kopftuch gezwungen werden oder es aufgrund der eigenen radikalen Gesinnung tragen. In unseren Schulen jedoch muss das Schweizer Recht gelten und nicht frauenfeindliche Auslegungen einer religiösen Schrift aus dem Mittelalter.

Zur Überraschung der meisten Anwesenden wurde die Motion mit 87 zu 82 Stimmen bei sechs Enthaltungen und ein paar Absenzen überwiesen. Entgegen der Erwartung stimmte die FDP geschlossen mit der SVP. Auch die Grünliberalen und die EVP steuerten vereinzelte Stimmen hinzu, und sogar zwei Mitglieder der Grünen stimmten gegen alle ihre Parteikollegen und für das Kopftuchverbot. Zwei Ja- Stimmen mitten im roten Block. Eigentlich sind diese grünen Kantonsräte die Helden des Tages, auch wenn es ohne sie noch knapp gereicht hätte. Viele andere hätten diesen Mut nicht aufgebracht.

Die vielzitierte Glaubensfreiheit wird trotz Kopftuchverbot natürlich weiterhin bestehen, denn glauben kann man auch ohne die Verhüllung.

Weil nicht zu erwarten ist, dass der Regierungsrat die Motion im Sinne der SVP umsetzen wird, muss man sich natürlich trotzdem Gedanken darüber machen, eine Volksinitiative zu lancieren. Denn beim Volk würde es eine klare Mehrheit für das Kopftuchverbot an unseren Schulen geben. Das wäre ein starkes Zeichen.

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