Kühle Köpfe sind gefragt
Sommerwetter, Badi, Mittelmeer-Feeling. Oder: Hitze, Trockenheit, Weltuntergang. Wie man den Sommer 2026 in der Schweiz interpretiert, kommt ganz auf die Sichtweise an. Fest steht: Es wird wärmer und wir müssen uns besser gegen die heissen Temperaturen schützen.

Darf man den schönen Sommer ohne schlechtes Gewissen geniessen? Nein, finden die Grünen. Bild: Pixabay
Der Kantonsrat befindet sich in der verdienten Sommerpause. Den einen oder anderen Parlamentarier dürfte es in diesen Tagen in die Berge, ans Meer oder zumindest in die Badi ziehen, damit das herrliche Sommerwetter in vollen Zügen genossen werden kann. Ob man sich an der Sonne und an den heissen Temperaturen aber überhaupt freuen darf, ist nicht ganz unumstritten. Zumindest die Grünen und ihnen nahestehende Umweltverbände wie Greenpeace sehen dies ganz anders.
Der Untergang ist nah
Für Klima- und Umweltaktivisten ist der heisse Sommer nämlich ein willkommener Anlass, den Klimawandel zurück auf die politische Agenda zu bringen. Schliesslich ist das Interesse am Klima in den letzten Jahren merklich zurückgegangen und grüne Parteien haben in Wahlen landauf, landab Federn gelassen. Nun versuchen sie krampfhaft, den Hitzesommer für ihre Klimapropaganda zu instrumentalisieren. Der Haken an der Sache: Selbst wer den Klimawandel für die steigenden Temperaturen verantwortlich macht, muss anerkennen, dass alle Versuche, den Klimawandel zu stoppen, ein Kampf gegen Windmühlen bleiben, solange der Rest der Welt untätig bleibt.
Verhältnismässigkeit wahren
Ausserdem: Es wird jetzt schon alles Menschenmögliche gemacht, um die Emissionen zu senken. Wer sein Haus saniert, baut eine Wärmepumpe ein oder lässt sich ans Fernwärmenetz anschliessen. Wer sein Dach saniert, montiert freiwillig Solarpanels. Die Industrie setzt – nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Überlegungen – alles daran, von fossiler Energie wegzukommen. Und wer ein neues Auto kaufen möchte, kann aus einer grossen Auswahl an E-Fahrzeugen auswählen. Eine verschärfte Klimapolitik nach Wunsch der Grünen ist also nicht nur unnötig, sondern gefährlich: Sie würde die Bevölkerung mit Zwang und übermässigen Kosten belasten, dem Weltklima aber gar nichts nützen.
Mehr Klimaanlagen braucht das Land
Die Politik muss stets verhältnismässig handeln. Egal ob wir morgen den CO2- Ausstoss auf null herunterfahren oder alle Klimaschutzmassnahmen ersatzlos streichen – der Klimawandel geht ungehindert weiter. Die Lösung kann daher nicht darin liegen, den CO2-Ausstoss mit der Brechstange auf null zu senken. Viel dringender wäre die Anpassung an die heissen Temperaturen im Sommer: Klimatisierung in Altersheimen und Schulen muss zur Pflicht werden. Sämtliche Bauvorschriften für Klimaanlagen sind abzuschaffen. Und nicht zuletzt muss auch die Stadtentwicklung auf die Hitze ausgerichtet werden – versiegelte Betonwüsten, wie sie in allen Zürcher Quartieren zu finden sind, müssen der Vergangenheit angehören.
Es gilt: In heissen Sommern sind kühle Köpfe gefragt, nicht überzogene Klimahysterie.sen Temperaturen schützen.