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Nach der Wahl ist vor der Wahl

Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Wenn die Stadt übers Ziel hinausschiesst, muss halt vermehrt der Kanton Zürich ein Machtwort sprechen – so, wie er es bei Tempo 30 bereits getan hat. Bild: Pixabay

Wo immer ich in der Schweiz herumkomme, sprechen mich die Leute auf die unsägliche Politik der ultralinken Stadt Zürich an. Mit einer Mischung aus Mitleid und Bewunderung zollen sie mir dann jeweils Respekt für meine Bereitschaft, in diesem linksgrünen Biotop das SVP-Fähnchen der Aufrechten hochzuhalten. Meine Antwort ist stets dieselbe: Passt schon! Wenn man sich erst mal eine dicke Haut zugelegt und sich daran gewöhnt hat, bei den meisten Themen in der Minderheit zu sein, dann macht das Politisieren auch in der Stadt Spass. Schliesslich gilt gerade in der Politik: Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Alles bleibt beim Alten

Manchmal ist allerdings auch bei der SVP der Stadt Zürich eine Extraportion Frustrationstoleranz gefragt. So etwa nach den geschlagenen Wahlen vom 8. März: Monatelang haben wir mantraartig die gleichen Parolen gegen die autofeindliche Politik, die eskalierenden Demos und das ungebremste Wachstum heruntergebetet; von Wählern auf der Strasse oder im Internet waren stets die gleichen Aussagen zu hören: «Es muss sich jetzt endlich etwas ändern» oder «So kann es nicht weitergehen».

Am Wahltag dann der ersehnte Erfolg: Zum ersten Mal seit 24 Jahren hat die SVP im Gemeinderat wieder an Sitzen zugelegt; als Nummer 5 gestartet sind wir ab sofort wieder die Nummer 3 unter den Zürcher Parteien. Und doch folgte rasch die Ernüchterung: An den Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament hat sich nichts geändert. Die linken bis linksradikalen Parteien SP, Grüne und AL verfügen nach wie vor über eine absolute Mehrheit. Und das spürt man unerbittlich: Der Parkplatzabbau geht ungehindert weiter, die 1.-Mai-Demo eskaliert wie jedes Jahr und unser Steuergeld wird auch weiterhin in hohem Bogen aus dem Fenster geworfen.

Der Kanton muss es richten

Angesichts solcher Verhältnisse ruhen die Hoffnungen je länger, je mehr auf dem Kanton: Wenn die Stadt übers Ziel hinausschiesst, muss halt vermehrt der Kanton Zürich ein Machtwort sprechen – so, wie er es bei Tempo 30 bereits getan hat, oder wie vor einigen Wochen, als der Regierungsrat in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Neumühlequai eine rechtswidrig eingerichtete Velospur hat entfernen lassen (ich bin mir übrigens immer noch nicht sicher, ob nicht Ernst Stocker höchstpersönlich in dieser Nacht die gelbe Markierung vom Boden weggekratzt hat!). Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, dass die SVP auch die Kantonsratswahlen 2027 gewinnt. In der Stadt haben wir bereits mit den Wahlvorbereitungen begonnen und wir sind hochmotiviert, auch im kommenden April abzuräumen. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

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SVP Kantonsrat (ZH)
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