Unsere Stimme entscheidet
Am 27. September haben die Zürcherinnen und Zürcher die Möglichkeit, wichtige Weichen für die Zukunft unseres Kantons und unseres Landes zu stellen.

In einer direkten Demokratie trägt jede und jeder von uns Verantwortung. Bild: Adobe Stock
Zur Abstimmung gelangen die Ernährungsinitiative, die Neutralitätsinitiative, der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen » sowie die Änderung des Lehrpersonalgesetzes. Unabhängig davon, wie man im Einzelnen zu den Vorlagen steht, ist eines klar: In einer direkten Demokratie trägt jede und jeder von uns Verantwortung. Wer nicht abstimmt, überlässt die Entscheidungen anderen.
Freiheit, Sicherheit und Eigenverantwortung
Aus bürgerlicher Sicht steht bei der Ernährungsinitiative die Frage im Zentrum, wie viel staatliche Lenkung wir in unserem Alltag zulassen wollen. Eine gesunde, qualitativ hochwertige und möglichst regionale Ernährung ist zweifellos ein wichtiges Anliegen. Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten dafür bereits heute einen grossen Beitrag. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass nicht immer neue Vorschriften, Verbote und Bürokratie entstehen. Die Menschen sollen selbst entscheiden können, was auf ihren Teller kommt. Eigenverantwortung ist und bleibt ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
Besonders wichtig ist die Neutralitätsinitiative. Die bewaffnete und immerwährende Neutralität hat sich über Generationen bewährt und ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Schweiz. Sie hat unserem Land Glaubwürdigkeit, Stabilität und Sicherheit gebracht. In einer zunehmend unsicheren Welt mit geopolitischen Spannungen braucht die Schweiz eine klare und verlässliche Position. Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern Unabhängigkeit. Sie ermöglicht es unserem Land, Brücken zu bauen, statt Teil internationaler Konflikte zu werden. Diese Eigenständigkeit gilt es auch für kommende Generationen zu bewahren.
Bei der Änderung des Lehrpersonalgesetzes geht es um die Zukunft unserer Volksschule. Gute Schulen brauchen motivierte Lehrpersonen, aber auch klare Strukturen und eine effiziente Organisation. Die Schule hat den Auftrag, Wissen zu vermitteln und unsere Kinder bestmöglich auf ihr späteres Leben vorzubereiten. Reformen müssen deshalb sorgfältig geprüft werden. Entscheidend ist, dass die Qualität des Unterrichts gestärkt wird und die verfügbaren Mittel dort ankommen, wo sie den grössten Nutzen für die Schülerinnen und Schüler bringen. Das ist mit der aktuellen Vorlage nicht der Fall.
Demokratie lebt vom Mitmachen
Die Abstimmungen vom 27. September berühren unterschiedliche Bereiche, haben aber etwas gemeinsam: Sie betreffen die Zukunft unseres Landes und unseres Kantons. Gerade deshalb ist eine hohe Stimmbeteiligung entscheidend. Unsere direkte Demokratie lebt davon, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Rechte wahrnehmen und Verantwortung übernehmen.
Nutzen wir diese Möglichkeit. Jede Stimme zählt. Wer mitentscheidet, trägt dazu bei, dass die Schweiz und der Kanton Zürich auch in Zukunft auf den Werten von Freiheit, Eigenverantwortung, Sicherheit und demokratischer Mitbestimmung aufbauen können.