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Zwischen Polarisierung und wirtschaftlicher Vernunft

Die vergangene kantonale Abstimmung zur Steuervorlage hat ein differenziertes Bild ergeben. Zwar fiel die Zustimmung im Vergleich zur Vorlage von 2019 gesamthaft tiefer aus, doch Analysen zeigen nun: Die bürgerliche Wählerschaft, insbesondere jene der SVP, hat ihre Haltung im Grundsatz beibehalten. Der Rückgang der Zustimmung ist primär auf eine stärkere Ablehnung im linken Lager zurückzuführen.

Im Herzen der Schweiz wird Zürich zum Symbol wirtschaftspolitischer Polarisierung. Bild: Pixabay

Die Resultatanalyse offenbart eine klare politische Linie: Je höher der Anteil linker Wählerschaften in einer Gemeinde, desto grösser die Differenz zur Abstimmung 2019. In Gemeinden mit starker SVP-Präsenz hingegen blieb das Niveau der Zustimmung weitgehend stabil. Dies verdeutlicht, dass die Ablehnung nicht aus der eigenen Basis kommt, sondern in erster Linie durch eine Meinungsverhärtung auf der linken Seite des politischen Spektrums getragen wurde.

SVP-Basis standhaft

Besonders in städtischen Regionen wird eine ideologisch geprägte Ablehnungszunahme deutlich. Dort stiess die Vorlage auf geringere Akzeptanz – offenbar auch deshalb, weil sie von linken Kreisen im öffentlichen Diskurs systematisch als «Abbauvorlage» und «Steuergeschenk für Unternehmen» geframt wurde. Der strategische Fokus der Linken auf ein negativ konnotiertes Steuersenkungsnarrativ hat offenbar in städtischen Gebieten und bei jüngeren, weiblicheren, links geprägten Bevölkerungsteilen Wirkung gezeigt. Im Gegensatz zur STAF-Vorlage von 2019, die als Umsetzung eines Bundesgesetzes politisch breiter abgestützt war, wurde die aktuelle Vorlage vor allem als finanzpolitischer Eingriff wahrgenommen, was zu einer stärkeren Polarisierung führte.

Kurzfristiges Denken überwog langfristige Vorteile

Die Zustimmung zeigt auch eine klare Korrelation mit dem Einkommensniveau: Gemeinden mit höheren Durchschnittseinkommen zeigten tendenziell eine geringere Differenz zur Abstimmung 2019 – ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung wettbewerbsfähiger steuerlicher Rahmenbedingungen für den Erhalt wirtschaftlicher Stärke offenbar besser erkannt wurde. In wirtschaftlich gut situierten Gemeinden ist das Verständnis für eine verantwortungsbewusste Steuerpolitik grösser – eine Haltung, die die SVP seit jeher vertritt.

Bemerkenswert ist auch, dass in Gemeinden mit hoher Abhängigkeit von juristischen Personen bei den Steuereinnahmen – insbesondere in Agglomerationsgemeinden – der Zustimmungsrückgang besonders deutlich ausfiel. Vermutet wird, dass die Sorge vor kurzzeitigen Einnahmeverlusten durch eine minimale Senkung der Steuerlast zentralen Einfluss hatte. Politisch betrachtet ist dies ein Warnsignal: Wenn fiskalische Stabilität zugunsten kurzfristiger und ideologischer Narrative gefährdet wird, sind Investitions- und Standortentscheidungen ernsthaft bedroht.

Kohärenz innerhalb der eigenen Reihen

Weiter wird ersichtlich, dass es keine Hinweise auf eine Demobilisierung oder gar Abwanderung von SVP-Stimmen gibt. Unsere Basis ist wachsam und informiert. Sie hat sich mit klarer Haltung beteiligt und bleibt der wirtschaftspolitischen Linie treu. Zudem kann der insgesamt tiefere Zustimmungswert nicht auf mangelnde Mobilisierung zurückgeführt werden – die Stimmbeteiligung war zwar tiefer als bei nationalen Vorlagen, jedoch höher als bei der kantonalen Abstimmung 2019.

Aus geschlechterpolitischer Perspektive zeigt sich ein Graben, der sich allerdings primär auf die linksgeprägte, jüngere weibliche Wählerschaft konzentriert. Innerhalb der SVP-Wählerschaft bestehen hingegen kaum geschlechtsspezifische Unterschiede in der Abstimmungshaltung – ein weiteres Zeichen für die Geschlossenheit unserer Anhängerschaft.

SVP setzt auf wirtschaftliche Weitsicht

Die Resultate der Abstimmung belegen keinen inhaltlichen Bruch innerhalb der bürgerlichen Basis. Vielmehr spiegeln sie eine zunehmende ideologische Polarisierung und wirtschaftspolitische Skepsis in linken Milieus wider. Für die SVP ist klar: Der Kanton Zürich braucht eine verlässliche, wachstumsorientierte Steuerpolitik, die den Standort stärkt und Unternehmen wie Privatpersonen Planungssicherheit bietet. Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Herausforderungen darf sich die Politik nicht von kurzfristigen Stimmungen leiten lassen – gefragt ist langfristige Verantwortung durch solide bürgerliche Politik statt ideologischer Reflexe.

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