Nach Vontobel auch Cembra: Der Wirtschaftsstandort braucht eine Kurskorrektur
Cembra will ihren Hauptsitz im Herbst 2027 von Zürich-Altstetten nach Baden verlegen. Nach Vontobels angekündigtem Umzug nach Baar ist dies ein weiteres Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Zürich.

Unternehmen brauchen attraktive Rahmenbedingungen zum Investieren statt immer neue Hürden. Bild: Adobe Stock
«Erst Vontobel, jetzt Cembra: Wie viele Banken müssen ihren Wegzug noch ankündigen, bis Zürichs Politik aufwacht? Der gute Ruf des Finanzplatzes allein hält kein Unternehmen hier. Zürich darf seine Standortvorteile nicht als selbstverständlich betrachten», sagt Tobias Weidmann, Fraktionspräsident der SVP im Zürcher Kantonsrat.
Der Entscheid zeigt, dass andere Kantone attraktive Alternativen bieten. Laut Zürcher Steuerbelastungsmonitor liegt der Kanton bei den Unternehmenssteuern schweizweit auf dem letzten Platz.
«Links-Grün will den Wohlstand verteilen, kümmert sich aber zu wenig um jene, die ihn schaffen. Unternehmen brauchen attraktive Rahmenbedingungen zum Investieren statt immer neue Hürden», sagt Domenik Ledergerber, Präsident der SVP des Kantons Zürich.
Die SVP fordert wettbewerbsfähige Steuern, raschere Verfahren und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. «Wer immer höhere Staatsausgaben verlangt, darf die Unternehmen nicht gleichzeitig mit zusätzlichen Kosten und Vorschriften belasten. Sonst geraten langfristig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen unter Druck. Die Rechnung für eine schlechte Standort- und Steuerpolitik bezahlen am Ende alle», sagt Kantonsrat Patrick Walder.