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Medienmitteilung

SVP fordert rasches Handeln gegen Taxi-Wucherpreise

Missbräuchliche Taxipreise schaden Fahrgästen, Branche und Tourismusstandort. Die SVP fordert die Volkswirtschaftsdirektion auf, noch in dieser Legislatur Massnahmen gegen Wucherpreise zu ergreifen.

 Wer einmal übervorteilt wurde, steigt womöglich nie wieder in ein Taxi. Bild: Adobe Stock

Die SVP-Kantonsräte Ueli Bamert, Patrick Walder und Tobias Weidmann verlangen mit einem Postulat Massnahmen gegen offensichtlich missbräuchliche Preise im Taxigewerbe. Anlass sind die gehäuften Medienberichte der letzten Wochen und die zunehmenden Beschwerden von Kundinnen und Kunden. Besonders betroffen ist der Hauptbahnhof Zürich.

«Höchsttarife sind eine mögliche Lösung, einfach und rasch umsetzbar. § 11 des Gesetzes über den Personentransport mit Taxis und Limousinen sieht sie ausdrücklich vor. Auch die offizielle Branchenvertretung fordert eine solche Lösung», sagt Kantonsrat Ueli Bamert.

Ein Anbieter verlangt beispielsweise 20 Franken pro Fahrt, 20 Franken pro Kilometer und 5 Franken pro Minute. Dazu kommen Zuschläge für Gepäck und Kartenzahlung. So kann selbst eine kurze Fahrt über 100 Franken kosten. Die komplizierte Tarifstruktur erschwert den Preisvergleich zusätzlich.

Am Hauptbahnhof Zürich ist die gesetzlich verankerte freie Taxiwahl faktisch nicht gewährleistet: Nach internationalen Gepflogenheiten steigen Fahrgäste üblicherweise ins vorderste Taxi der Reihe ein, ohne die Tarife der verschiedenen Anbieter vergleichen zu können.

«Überhöhte Taxipreise beschädigen den Ruf Zürichs als Tourismusstandort. Gäste aus aller Welt sollen Zürich in guter Erinnerung behalten – und nicht wegen einer überteuerten Taxifahrt», sagt Kantonsrat Patrick Walder.

Die Taxibranche steht bereits durch Plattformen wie Uber und Bolt unter starkem Konkurrenzdruck. Schwarze Schafe, die versuchen, sinkende Umsätze mit Wucherpreisen auszugleichen, schaden der ganzen Branche. Wer einmal übervorteilt wurde, steigt womöglich nie wieder in ein Taxi.

«Die Volkswirtschaftsdirektion kennt die Probleme und verfügt über die gesetzliche Grundlage, rasch Massnahmen zu ergreifen. Angesichts der bekannten Missstände darf es keine weitere Verzögerung geben», sagt Fraktionspräsident Tobias Weidmann.

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