SVP nominiert Rickli und Hübscher und fasst Parolen für die September-Abstimmungen
Die über 160 Delegierten haben an der heutigen Delegiertenversammlung im Hotel Spirgarten in Zürich die Parolen für die eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen vom 27. September 2026 gefasst. Gleichzeitig nominierten sie Regierungsrätin Natalie Rickli sowie Nationalrat Martin Hübscher für die Regierungsratswahlen vom 4. April 2027.

Nominiert für 2027: Natalie Rickli und Martin Hübscher – kompetent, verlässlich und bürgerlich. Bild: SVP Kanton Zürich
Nach einem Grusswort von Ueli Bamert, Kantonsrat und Co-Präsident der SVP Stadt Zürich, eröffnete Parteipräsident und Kantonsrat Domenik Ledergerber die Versammlung mit einer politischen Standortbestimmung. Er unterstrich den Aufwind der Partei mit den über 250 Neumitgliedern seit der vergangenen Abstimmung vom 14. Juni. Der starke Mitgliederzuwachs zeige, dass die SVP mit ihren Positionen den Nerv der Bevölkerung treffe und als bürgerliche Kraft weiter an Rückhalt gewinne.
Im Anschluss an das kontradiktorische Podium zur Neutralitätsinitiative zwischen SVP-Nationalrat Mauro Tuena und SP-Nationalrätin Linda De Ventura (SH) beschlossen die Delegierten einstimmig bei einer Enthaltung die JA-Parole. NR Mauro Tuena unterstrich, dass die immerwährende, bewaffnete und umfassende Neutralität die beste Garantie für eine freie und unabhängige Schweiz sei. «Die Neutralität ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern die beste Garantie dafür, dass die Schweiz auch in Zukunft frei, sicher und unabhängig bleibt», so Tuena.
Zur Ernährungsinitiative empfahl Nationalrat Martin Hübscher ein deutliches NEIN. Die Initiative setze auf staatliche Bevormundung statt Eigenverantwortung und gefährde Landwirtschaft, Versorgungssicherheit und Wahlfreiheit. Martin Hübscher hielt fest: «Was auf unseren Teller kommt, sollen die Menschen selbst entscheiden – nicht der Staat. Darum NEIN zum Vegan-Zwang.» Hierzu sagten die Delegierten einstimmig NEIN.
Auch bei den kantonalen Vorlagen fassten die Delegierten zweimal die NEIN-Parole. Die Änderung des Lehrpersonalgesetzes führe zu mehr Bürokratie und zusätzlichen Kosten, ohne den Unterricht zu verbessern. Deshalb: einstimmig NEIN. Den Gegenvorschlag zur Initiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen» lehnten die Delegierten grossmehrheitlich ebenfalls ab, da er die Freiheit privater Institutionen unnötig einschränke.
Der Höhepunkt war die Nomination der SVP-Kandidaten für die Regierungsratswahlen 2027. Auf Empfehlung des Kantonalvorstands nominierten die Delegierten Regierungsrätin Natalie Rickli für eine weitere Amtszeit sowie Nationalrat Martin Hübscher als Nachfolger des zurücktretenden Regierungsrats Ernst Stocker. Mit grossem Applaus bestätigten sie beide Kandidaturen. Mit dieser Nomination setzt die SVP auf zwei erfahrene und profilierte Persönlichkeiten, die für Führungsstärke, Verlässlichkeit und eine bürgerliche Politik stehen.
Die Delegiertenversammlung im Spirgarten zeigte eine geschlossene Partei mit klaren Positionen für die eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen vom 27. September. Mit den gefassten Parolen und dem Startschuss für die Regierungsratswahlen 2027 blickt die SVP des Kantons Zürich entschlossen auf die kommenden politischen Herausforderungen – für eusi Lüüt.