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Wie KI die Berufswahl verändert und warum das Handwerk neue Chancen bietet

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz verändert Berufsbilder, Arbeitsprozesse und ganze Branchen. Für viele Jugendliche fühlt sich diese Dynamik wie ein Sturm an: faszinierend, aber auch verunsichernd. Welche Berufe bleiben bestehen? Welche werden automatisiert? Und wo lohnt es sich, eine Ausbildung zu beginnen, die auch in zehn Jahren noch Perspektiven bietet?

Wenn KI dazu führt, dass Jugendliche wieder über zukunftssichere Ausbildungswege nachdenken, ist das ein Gewinn. Bild: Adobe Stock

Genau aus diesem Grund ist es mir ein Anliegen, Jugendlichen eine verlässliche berufliche Perspektive zu ermöglichen.

Wenn Jugendliche Berufe wählen, die nicht zukunftssicher sind

Im Alltag zeigt sich immer wieder ein Muster: Jugendliche orientieren sich an Berufen, die sie kennen – oft aus Schule, Social Media oder ihrem direkten Umfeld. Das führt dazu, dass viele sich für administrative oder digitale Tätigkeiten entscheiden, die besonders stark von Automatisierung betroffen sind.

  • Routinearbeiten im Büro werden zunehmend von KI unterstützt oder ersetzt.
  • Digitale Assistenzfunktionen verändern klassische Einstiegsjobs.
  • Standardisierte Prozesse wandern in automatisierte Systeme.

Gleichzeitig fehlt vielen Jugendlichen der Einblick in handwerkliche Berufe, die trotz – oder gerade wegen – technologischer Entwicklungen hervorragende Zukunftsaussichten bieten. Handwerk ist längst nicht mehr das Bild von gestern. Moderne Betriebe arbeiten digital, präzise und technologisch anspruchsvoll. Und sie bieten etwas, das KI nicht ersetzen kann: menschliche Nähe, praktische Intelligenz und echte Problemlösungskompetenz.

Handwerkliche Berufe sind:

  • praxisnah – man sieht täglich, was man geschaffen hat;
  • technisch anspruchsvoll – moderne Maschinen, digitale Tools, Automatisierung;
  • kundennah – echte Begegnungen statt Bildschirmarbeit;
  • nur begrenzt automatisierbar – KI kann vieles, aber nicht alles.

Gerade KMU in Zürich suchen dringend qualifizierte Fachkräfte. Wenn KI dazu führt, dass Jugendliche wieder über zukunftssichere Ausbildungswege nachdenken, ist das ein Gewinn – nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung.

Die Berufsmesse Zürich: Ein Schaufenster in die Zukunft

Die Berufsmesse Zürich ist jedes Jahr ein Ort, an dem Jugendliche die Vielfalt der Schweizer Ausbildungslandschaft erleben.

Sie zeigt:

  • wie modern handwerkliche Berufe heute sind;
  • wie digitale Technologien das Handwerk bereichern;
  • wie kreativ und innovativ viele Tätigkeiten geworden sind;
  • wie viele Karrierewege sich nach einer Lehre öffnen.

Sie ist damit ein entscheidendes Instrument, um Unsicherheiten abzubauen und Selbstbewusstsein zu stärken.

Engagement des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Zürich

Der Verband setzt sich auf mehreren Ebenen dafür ein, die Attraktivität handwerklicher Berufe sichtbar zu machen:

  • Berufsorientierungsprojekte in Schulen;
  • Kooperationen mit KMU für Schnupperlehren, Workshops und Betriebsbesichtigungen;
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des Handwerksimages;
  • Unterstützung der Betriebe bei der Lehrstellenattraktivität;
  • Präsenz an der Berufsmesse Zürich mit innovativen Präsentationen.

Ziel ist es, Jugendlichen zu zeigen, dass Handwerk heute innovativ, digital, kreativ und krisensicher ist – und dass es Karrierewege bietet, die weit über die Lehre hinausgehen.

Jugendliche brauchen heute mehr als nur Informationen – sie brauchen Erlebnisse, Einblicke und echte Begegnungen mit der Arbeitswelt. Die Berufsmesse Zürich und das Engagement der KMU-Verbände leisten genau das. Sie öffnen Türen, schaffen Perspektiven und zeigen: Die Zukunft gehört denen, die sie mit ihren eigenen Händen gestalten.

Ein politischer Schritt für mehr Orientierung

Aus all diesen Gründen habe ich im Zürcher Kantonsrat eine parlamentarische Anfrage eingereicht. Sie verfolgt das Ziel, die Berufsorientierung im Kanton Zürich strategisch zu stärken – insbesondere im Hinblick auf:

  • die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf Berufsbilder;
  • die langfristige Sicherung von Fachkräften im Handwerk;
  • die Bedeutung praxisnaher Berufsorientierung für Jugendliche;
  • die Rolle der Berufsmesse Zürich als zentrale Informationsplattform.

Die Anfrage fordert, dass Jugendliche künftig noch besser informiert, zielgerichteter unterstützt und frühzeitiger an zukunftssichere Berufsfelder herangeführt werden. Sie ist ein politisches Signal: Berufsbildung ist nicht nur ein Thema der Schulen und Betriebe – sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

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SVP Kantonsrätin (ZH)
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