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Regierungsrat will Volksentscheid nicht umsetzen

Am 15. Mai 2011 wurde die Initiative „Mundart im Kindergarten“ vom Zürcher Stimmvolk klar angenommen. Die Initiative verlangt, dass im Kindergarten Mundart als Unterrichtssprache gilt. Gemäss Berichten in der Presse und Rückmeldungen von Eltern, verläuft die Umsetzung der Initiative allerdings nicht wie von den Initianten gefordert. Wird schon heute nicht Mundart im Kindergarten durchgesetzt, so ist unschwer zu erahnen, dass Mundart in der Vorschulstufe mehrheitlich verschwinden wird, wenn die „Prima-Initiative“ und somit die flächendeckende Einführung der Grundstufe als Ersatz für den Kindergarten am
25. November 2012 vom Zürcher Stimmvolk angenommen wird.

Um noch vor der Abstimmung zu erfahren, wie der Regierungsrat mit dem vom Volk angenommenen Anliegen umgeht und um dem Volkswillen Nachdruck zu verschaffen, reichte die SVP zusammen mit der EVP und der EDU im Kantonsrat eine dringliche Anfrage zur Thematik ein. Die Antwort der Regierung ist haarsträubend. So wird auf die Frage, ob im Kindergarten seit Annahme der Mundart-Initiative noch Lehrpersonen mit hochdeutscher Muttersprache angestellt würden, geantwortet, dass dies weiterhin möglich sei, wenn die Schulpflegen deutsche Dialekte als Mundart akzeptieren würden. Die Lehrpersonen seien aufgefordert worden, Helvetismen im Unterricht einzubauen. Wichtig sei es in erster Linie, dass die Lehrpersonen sich mit den Kindern verständigen können. Die Antworten zeigen, dass der Volksentscheid zur Initiative „Mundart im Kindergarten“ nicht umgesetzt wird und der Regierungsrat auch kein Interesse daran hat, diesen durchzusetzen. Wenn deutsche Dialekte plötzlich als „Mundart“ gelten und argumentiert wird, dass der Einbau von Helvetismen im Unterricht dem Anliegen der Initiative Rechnung trage, dann ist das eine offensichtliche Umgehung des Volkswillens.

Die SVP verlangt vom Regierungsrat, dass er den Volkswillen ernst nimmt und die Schulen bezüglich Umsetzung der Initiative verstärkt in die Pflicht nimmt. Ebenfalls appelliert die Partei an das Zürcher Stimmvolk, die Prima-Initiative sowie den Gegenvorschlag am 25. November abzulehnen, um weiterhin Mundart in der Vorschulstufe zu ermöglichen.
Mundart im Kindergarten:
Die SVP reichte im Kantonsrat zusammen mit EVP und EDU eine dringliche Anfrage zur Umsetzung des Volksentscheids „Mundart im Kindergarten“ ein. Die Antwort des Regierungsrates lässt erkennen, dass der Volksentscheid nicht umgesetzt wird und seitens der Regierung offensichtlich auch kein Interesse daran besteht. Die unbefriedigende Stellungnahme des Regierungsrats zeigt, wie wichtig es ist, dass die kantonalen Bildungsvorlagen am 25. November verworfen werden.

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